Udo Steffens, Präsident der Frankfurt School of Finance & Management
Ende vergangenen Jahres hatte der Fonds eine Kapitalisierung von 500 Mio. Euro, drei Jahre früher als geplant. Die Experten in Frankfurt hatten den Fonds so konzipiert, dass das Risiko gegliedert ist, wobei die drei Tranchen unterschiedliche Risikoprofile aufweisen. Die sogenannte First-Loss-Tranche wird durch Mittel von Geberinstitutionen gespeist, zumeist europäischen Entwicklungseinrichtungen. Die Mezzanine-Tranche kommt hauptsächlich von internationalen Finanzinstitutionen wie der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Die Senior-Tranche, die sich auf mehr als 30 Prozent des bereitgestellten Kapitals beläuft, lockt Geld von Investoren wie der Deutschen Bank und Sal. Oppenheim an.
Einnahmen für Forschung und Lehre
Diejenigen, die das Geld verwalten, waren bisher an der Hochschule angestellt. Sylvia Wisniwski, die das Unternehmen führen wird, hat ein Team von 20 Leuten in Frankfurt und weiteren 25 Mitarbeitern auf dem Balkan an der Hand, die nach Investitionsgelegenheiten suchen. Viele der Mitarbeiter sind Absolventen der Frankfurt School, die inzwischen in diesem spezialisierten Fondsmanagementbereich arbeiten.
Während des vergangenen Jahrzehnts "bestand die Motivation für uns als akademische Einrichtung darin, die Einnahmen zu steigern, die wieder in Forschung und Lehre investiert wurden", sagt Steffens. Doch jetzt will die Managementschule das Potenzial freisetzen, das sie in dem von ihr geschaffenen Unternehmen sieht. Bisher hat das Unternehmen ein Mandat, doch sein Fachwissen könnte durchaus andere anlocken und auch zur Finanzierung von Klimaschutzinvestitionen passen, so Steffens. "Wir sind sehr optimistisch, dass das ein Unternehmen ist, das sehr schnell wachsen wird", sagt er.