Automedon-Plastik von Oswald Hiery auf dem Campus der Universität Saarbrücken
Für Christian Scholz ist das neue Gütesiegel der European Foundation for Management Development (EFMD) genau das Richtige. "Ich habe unser Programm vor 15 Jahren bewusst als ein europäisches MBA-Programm aufgebaut", sagt der Direktor des MBA-Studiengangs an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Deshalb seien die auf den deutschen Sprachraum ausgerichteten Akkreditierungen für ihn nicht relevant gewesen.
Die EFMD ist die größte Vereinigung der Business-Schulen, Universitäten und Unternehmen in Europa. Seit 1997 vergibt sie das Qualitätssiegel Equis (European Quality Improvement System). Im Gegensatz zum neuen Gütesiegel Epas (EFMD Programme Accreditation System) ist Equis eine institutionelle Akkreditierung.
Für die Universität Saarbrücken kam diese nicht in Frage: "Das umfasst die gesamte Fakultät und damit eine Vielzahl von Programmen", sagt Scholz. Dafür habe man gegenwärtig keine Ressourcen.
Doch nun gibt es Epas, und die Saarbrücker Universität ist wohl die erste deutsche Hochschule, die sich dem neuen Qualitätsprüfung stellt. "Damit haben die Schulen die Möglichkeit, auch einzelne Bachelor- und Master-Programme akkreditieren zu lassen", sagt Julio Urgel, Director Quality Services bei der EFMD. Bewertet wird dabei neben der Qualität auch die internationale Dimension des Studiengangs.
Die ersten Epas-Gütesiegel gingen im April an die britische Oxford Brookes Business School, die französische Ecole Supérieure des Sciences Commerciales d'Angers (ESSCA) und die Amsterdam Business School. Zur Zeit stecken etwa zehn Schulen im Bewertungsprozess. Im September soll das neue System vollständig etabliert sein.