Der Grundstein für Topgehälter und Spitzenjobs wird nicht erst im Unternehmen gelegt, sondern schon im Studium. Das neue Ranking der Financial Times zeigt, wo die besten MBA-Schulen zu finden sind und wo die höchsten Absolventengehälter winken. von Ursula Milton
Die Ergebnisse der MBA-Umfrage 2007 zeigen, dass die Nervenstarken, die ihr Studium trotzdem durchgezogen haben, zufrieden sein können: Ein MBA-Absolvent von 2003 verdient heute im Schnitt jährlich 120.000$ (das sind etwa 92.000 Euro). Wer von einer der Top-zehn-Schulen kommt, bringt es sogar auf annähernd 150.000 $. Der Anstieg der Gehälter hat sich auffällig verändert. Britische Business-Schulen profitieren von stärkeren prozentualen Gehaltszuwächsen ihrer Absolventen. Das läuft jedoch gegen den Trend: Gehaltserhöhungen fallen insgesamt kleiner aus im Vorjahr.
Auch wenn die Gehaltssprünge nach dem MBA-Studium nicht mehr riesig sind, finden sich auch dieses Jahr die üblichen Verdächtigen unter den globalen top zehn. Acht dieser Institute stehen sogar seit sechs Jahren ununterbrochen an der Spitze. Die Wharton School der University of Pennsylvania ist im siebten Jahr in Folge ganz vorne. Üppige Gehälter und gute Forschungsleistungen haben die Schule so weit nach vorn katapultiert, dass der Zweitplatzierte sein Ergebnis um 14 Prozent steigern müsste, um vorbeizuziehen.
Für die größte Verschiebung unter den zehn Besten sorgte die Columbia Business School, die zwei Plätze aufrückt und sich knapp vor der Harvard Business School und der Stanford University Graduate School of Business an die zweite Stelle setzt. Einer der Columbia-Business-School-Absolventen beschreibt seine Erfahrung so: "Ohne Columbia wäre mein Leben nicht annähernd so wie jetzt."
Außerhalb der top zehn hat sich mehr getan, weil die Ergebnisse hier dichter zusammenliegen. Musterbeispiel ist die Paul Merage School of Business der University of California. Sie ist in diesem Jahr um 33 Plätze auf Rang 49 vorgerückt. Sie gehört zu den wenigen Instituten, die mit kräftigen prozentualen Gehaltssteigerungen gegenüber dem Vorjahr punkten. Die Absolventen meldeten deutlich bessere Karrierefortschritte, auch bei der Forschung hat das Institut zugelegt.
Das diesjährige Ranking der globalen Top-100-MBA-Programme berücksichtigt Business-Schulen in 15 Ländern. Es handelt sich um 60 amerikanische Institute, 16 britische, fünf kanadische, vier spanische, je zwei aus Australien, Frankreich, Irland, Singapur und den Niederlanden sowie je eine aus Brasilien, China, Italien, Südafrika und der Schweiz.
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