Auffällig ist: Auch Naturwissenschaftler und Ingenieure können sich inzwischen vermehrt einen Karrierestart bei McKinsey, der Boston Consulting Group oder Accenture vorstellen. Deutlich stärker bevorzugen Studierende dieser Fachrichtungen aber die Pharmabranche, sprich Arbeitgeber wie Merck KGaA, Roche, Novartis, Pfizer oder Bayer. Daneben stehen die Forschungseinrichtungen Fraunhofer Gesellschaft und Max-Planck-Gesellschaft auf der Wunschliste ganz oben.
Gutes Image gefragt
Der Untersuchung zufolge reagieren die Studierenden immer sensibler auf öffentliche Diskussionen und ihre Auswirkungen auf das Arbeitgeberimage. Beste Beispiele dafür sind die Energiekonzerne, die stark in der Gunst der Berufsanfänger verloren haben. Die Diskussion über hohe Strompreise und mangelnden Wettbewerb hat das Image der Unternehmen belastet. Auch die Schlagzeilen zum Siemens-Korruptionsskandal sorgten dafür, dass weniger Wirtschaftsstudenten den Elektronikkonzern zu ihrem Lieblingsarbeitgeber kürten. 2006 lag Siemens auf Platz 9 – heute auf Platz 18. Naturwissenschaftler halten dagegen an dem Konzern fest.
Die Studierenden räumen generell gesellschaftlichen und umweltpolitischen Fragen mehr Bedeutung bei der Suche nach dem perfekten Arbeitgeber ein, so die Universum-Studie. Für 38,5 Prozent zählt besonders stark, dass das Unternehmen Corporate Social Responsibility in angemessenem Rahmen übernimmt. Ebenso achten die Studenten verstärkt auf hohe ethische Standards und eine ausgeprägte Unternehmenskultur.