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Merken   Drucken   26.08.2009, 06:00 Schriftgröße: AAA

Start-up: Agentur verleiht MBA-Absolventen

Unternehmen, die MBA-Absolventen für projektbezogene, unabhängige Arbeit suchen, können diese bei dem im Mai gegründeten Londoner Start-up MBA & Company finden. Die Datenbank der Serviceagentur enthalte "einige Tausend" Profile von erfahrenen Kandidaten der besten Business Schools der Welt. von Barbara Bierach (www.mba-channel.com)
Das sagt Daniel Callaghan, Gründer und Managing Director von MBA & Company. Sein Unternehmen ist im Wesentlichen eine Internet-Plattform, die es Unternehmen in aller Welt erlaubt, MBAs für kurzfristige Beratungs-Aufgaben zu engagieren. Sie wurde entwickelt, um Interessierten schnell und effizient Zugang zu Top-Talenten zu verschaffen. Gleichzeitig wollten die Gründer - ein Team aus MBA-Absolventen, die alle führende Programme absolviert haben - anderen MBA-Absolventen helfen, in einem schwierigen ökonomischen Umfeld praktische Erfahrungen zu sammeln und sich ein Einkommen zu sichern.
Kostengünstiger Service
Das Geschäftsmodell passt in die Zeit. Da heute weniger Absolventen Jobs bei McKinsey und ähnlichen Firmen finden, kann MBA & Co seine Kandidaten aus einem großen Pool von ehemaligen MBA-Studenten fischen. In einem Klima, das von Kostensenkungs-Maßnahmen, der Nachfrage nach flexiblen Arbeitskräften und dem Bemühen um gleich bleibende Leistungen geprägt ist, komme der Service bei vielen Unternehmen gut an, sagt Callaghan. "Einige unserer Studenten sollten eigentlich im September bei großen Beratungsfirmen anfangen, aber dann wurde ihr Starttermin auf Januar verschoben. In der Folge bekommen unsere Kunden jetzt für 40 Euro pro Stunde einen Mitarbeiter, für den sie normalerweise 300 Euro pro Stunde bezahlen müssten." Für die Vermittlung nimmt MBA & Co eine Kommission von zehn Prozent des Projektwerts, die vom Honorar des MBAs abgezogen wird. Der Auftrageber zahlt keine zusätzlichen Kosten. "Wir wollten auf diese Art so viele Hürden wie möglich beseitigen, die Unternehmen daran hindern könnten, ihre Projekte mit uns abzuarbeiten", erklärt Daniel Callaghan.
MBA-Studenten - hier am Insead - diskutieren ein Problem   MBA-Studenten - hier am Insead - diskutieren ein Problem
Sein Geschäftsmodell funktioniert, sagt er: "Rund hundert Unternehmen haben sich bereits für den Service angemeldet und wir reden überdies mit einigen bekannten Konzernen über unser Angebot." Die Agentur besetzte bereits einige Projekte auf internationalem Niveau: "Die Art des Projekts hängt dabei ganz vom Kunden ab, doch bei den meisten geht es um Business Development, Vertriebsstrategien, Marktstudien und Finanzanalysen."
Callaghan selbst absolvierte in diesem Jahr das MBA-Programm an der Iese Business Schol in Spanien. Danach entdeckte er die vermeintliche Marktlücke und startete MBA & Company mit der Hilfe von Business Angels, die ihrerseits selbst meist am Iese waren. Callaghan wollte eine Business School besuchen, um Unternehmer zu werden und weil der die technischen und finanzwirtschaftlichen Kenntnisse erwerben wollte, die dort gelehrt werden: Die Fähigkeit, mit Profi-Investoren auf gleicher Augenhöhe zu sprechen und Präsentationen und Dokumentationen zu erstellen. "Das sind die Dinge, die du an einer Business School lernen kannst. Was du dort jedoch nicht lernen kannst, ist der Mut und die Gewissheit, die du brauchst, um deine Sache voran zu treiben."
Link: www.mbaandcompany.com

Quelle und mehr Informationen unter: www.mba-channel.com
  • www.mba-channel.com, 26.08.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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