Die Chefin von Kraft Foods, Irene Rosenfeld
Die Siegerin Irene Rosenfeld, Chefin bei Kraft Foods, überzeugte die Juroren vor allem mit ihrer Unerschrockenheit und Handlungsbereitschaft. Akquisitionen, ein Aufsplittung des Nahrungsmittelkonzerns - die 58-Jährige hat einiges auf den Weg gebracht. Und auch wenn sich erst zeigen muss, ob sich die radikale Strategie auszahlen wird - "she is taking hard decisions, she is doing stuff", hieß es aus der Jury lobend.
Unerschrocken, zielstrebig, handlungsstark
Hauptkriterium für die Auswahl waren, wie gut und wie lange die Frauen ihre Führungspositionen im zurückliegenden Jahr gemeistert haben. Berücksichtigt wurden auch frühere Karrierestops, Größe, Globalität, Komplexität und Erfolg des Unternehmens sowie die Wettbewerbssituation der jeweiligen Branche. Die Prämierten müssen mindestens seit zwölf Monaten auf der obersten Entscheiderebene in ihrem Unternehmen tätig sein, um im Ranking aufzutauchen.
Rosenfeld verdrängte die Vorjahres-Erste Indra Nooyi von Pepsico auf Rang drei, vor allem mit der Zielstrebigkeit, mit der sie schon seit der Universität punkten konnte. "Ich habe einfach nichts darauf gegeben, dass ich irgendwas nicht könnte. Ich bin meinen Weg gegangen und habe vermutet, dass mir der Rest folgen würde." So war es in ihrem ersten Job in einer Werbeagentur, als Chefin der Snacksparte von Pepsico und jetzt bei Kraft. Und hier schüttelt sie alles durch - Führungsebenen, Struktur, Unternehmenskultur. Rente? - Noch lange nicht in Sicht. Rosenfeld will nach der Aufteilung von Kraft in einer der beiden Firmen noch eine wichtige Rolle spielen.