Allerdings schauen die Führungskräfte genau hin, wo ein potenzieller neuer Mitarbeiter seinen Abschluss erworben hat. Besonders gute Chancen besitzen demnach Absolventen der Hochschulen und Fachhochschulen im Süden und Westen der Republik. Ausnahmen wie die Technischen Universitäten Ilmenau und Dresden bestätigen die Regel. Im Vorstellungsgespräch sollten Bewerber den guten Ruf ihrer Alma Mater deshalb voll ausspielen.
Mangelnde Soft Skills als K.o.-Kriterium
Wer sich durchsetzen will, sollte jedoch auch im Blick haben: Die Chancen steigen mit der praktischen Erfahrung. Zu wenig davon ist für 56 Prozent der Befragten ein Negativkriterium, das den Bewerber um die ausgeschriebene Stelle bringen könnte. Auch mangelnde Soft Skills fallen im Gespräch äußerst unangenehm auf. In der Rangliste der K.O.-Kriterien liegt dieser Störfaktor noch vor ungenügendem Fachwissen.
Wer angesichts der vielen Fallen, in die ein aufgeregter Jobbewerber nur zu schnell tappt, Angst hat, sich im Vorstellungsgespräch um Kopf und Kragen zu reden oder sich nicht adäquat zu präsentieren, sei beruhigt: Obwohl 87 Prozent der Personaler angeben, Persönlichkeit sei eines der wichtigsten Auswahlkriterien, sieben nur die wenigsten knallhart aus. Vier von fünf Führungskräften unterbreiten sogar den Kandidaten ein Angebot, die ihrer Meinung nach nicht zum Unternehmen passen.
Und auch die Furcht, eine zu hohe Gehaltsforderung könne den neuen Job kosten, ist weitgehend unbegründet. Nur etwa jeder elfte Entscheider würde einem Kandidaten mit überzogenen Vorstellungen direkt eine Absage schicken. Schlechte Zeugnisnoten sind lediglich für 15 Prozent ein Ausschlusskriterium. Und selbst eine verdammt lange Studienzeit wird nur selten zuungunsten der Bewerber ausgelegt.