FTD.de » Management + Karriere » Karriere » Lieber pünktlich

Merken   Drucken   28.07.2010, 13:00 Schriftgröße: AAA

Umfrage zum Arbeitsbeginn: Lieber pünktlich

Verschlafen, die U-Bahn verpasst oder einfach getrödelt - an manchem Morgen wird's einfach nichts mit dem pünktlichen Start in den Job. Jeder fünfte deutsche Arbeitnehmer hat dann jedoch ein Problem mit seinem Chef. von Sabine Meinert 
Die deutschen Arbeitgeber stehen vielleicht nicht mit der Uhr am Werktor, um zu prüfen, ob ihre Mitarbeiter pünktlich zur Arbeit erscheinen. Aber Unpünktlichkeit dulden sie nur bedingt.
Zu spät? - Mancher Arbeitgeber ist "not amused"   Zu spät? - Mancher Arbeitgeber ist "not amused"
Jeder fünfte legt größten Wert auf einen Start zum vereinbarten Zeitpunkt, so eine Umfrage des Karriereportals Monster.de unter knapp 2.800 Befragten.
44 Prozent der Arbeitgeber sehen vereinzelt über eine Verspätung hinweg, bei regelmäßigem Zuspätkommen gibt es aber Ärger. 36 Prozent der Verspäteten bekommen kein Problem mit ihrem Chef, solange sie kurz über das verspätete Erscheinen informieren.

Wie geht Ihr Arbeitgeber mit Verspätungen um?
36 Prozent Verspätungen sind kein Problem, wenn man kurz Bescheid gibt.
44 Prozent Vereinzelte Verspätungen werden geduldet, regelmäßige nicht.
20 Prozent Egal aus welchem Grund und wie oft man sich verspätet, es gibt immer Ärger.

Schaut man nach Österreich oder in die Schweiz, zeigen sich einige Unterschiede: Hier nehmen Chefs einen verspäteten Arbeitsbeginn offenbar ein wenig lässiger. In Österreich geben 46 Prozent der Befragten an, dass es kein Problem ist, später zur Arbeit zu erscheinen, wenn man kurz Bescheid gibt. Wirklichen Ärger fürchten hier nur 13 Prozent. In der Schweiz sieht jeder Dritte gar kein Problem beim Zuspätkommen. Über die Hälfte der Befragten sind zuversichtlich, dass es im Einzelfall kein Problem ist. Nur 16 Prozent der Schweizer Umfrageteilnehmer rechnen mit Ärger, wenn sie nicht pünktlich erscheinen.
Immer zu spät? - Nicht gut für die Karriere
Neue Arbeitszeitmodelle mit Gleitzeit- oder Kernzeit-Vereinbarungen reduzieren jedoch europaweit das Augenmerk der Chefs auf einen pünktlichen Arbeitsbeginn. "Dennoch ist ständige Unpünktlichkeit nicht karrierefördernd, denn Arbeitgeber erwarten von ihren Mitarbeitern vor allem Zuverlässigkeit und zudem wirkt sie anderen Kollegen gegenüber unhöflich", sagt Marcus Riecke, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide.
Der Tipp der Fachleute: Im Fall einer Verspätung sollten Arbeitnehmer immer so schnell wie möglich darüber informieren. "Wer ohne eigenes Verschulden zu spät kommt, muss dann grundsätzlich keine Konsequenzen fürchten", sagt Urs Peter Janetz, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Anders sieht der Fall aus, wenn die Verspätung eigenverschuldet ist. Dann muss mit Konsequenzen bis hin zur Abmahnung gerechnet werden. Bei wiederholtem Zuspätkommen droht möglicherweise sogar die Kündigung.
Janetz verweist darauf, dass der übliche morgendliche Stau kein Fremdverschulden darstellt. Der Arbeitnehmer müsse sich in einem solchen Fall früher auf den Weg machen und mehr Zeit für die Fahrt zur Arbeit einplanen. Zu beachten sei auch: "In jedem Fall darf der Arbeitgeber aber versäumte Arbeitszeit vom Entgelt des Mitarbeiters abziehen."
Deutsche wollen lieber früher starten
Eine frühere Monster-Umfrage hatte ergeben, dass Beschäftigte in Deutschland lieber früher mit der Arbeit beginnen würden, als ihr Arbeitgeber das vorgibt. Fast jeder zweite würde daher seine Arbeitszeiten gern verlegen, frei nach dem Motto: Wer früher startet, hat auch früher Feierabend. Jeder vierte Beschäftigte sieht sich dagegen als Morgenmuffel und würde lieber später am Arbeitsplatz auftauchen. Wie viele dieser Arbeitnehmer notorische Zuspätkommer sind, ließ sich bisher nicht feststellen.
Für die nichtrepräsentative Umfrage des Online-Karriereportals Monster.de wurden 2778 Internet-User in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.
  • FTD.de, 28.07.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
enable2start-Gründertagebücher
  • DAS VIERTE QUARTAL: Aussicht auf Erfolg

    03.02.2012 - Discovergy: Der Weg war rumplig, aber jetzt läuft die Technik. Und die Discovergy-Gründer kümmern sich um etwas, was sie lange vernachlässigt haben: Geldverdienen mehr

  Fragen über Fragen Haben Sie gut aufgepasst 2011?

Welche Ratingagentur entzog den USA das "AAA"? Wie lautet die autorisierte Biografie von Steve Jobs? Haben Sie das Weltgeschehen in diesem Jahr nur sporadisch verfolgt oder sind Sie ein News-Junkie? Testen Sie Ihr Wissen im FTD-Quiz!

Mit Steve Jobs verstarb 2011 ein als Genie gefeierter Unternehmer. Wie lautet der Titel der von Walter Isaacson verfassten, autorisierten Biografie des Apple-Gründers?

Fragen über Fragen: Haben Sie gut aufgepasst 2011?

Alle Tests

  02.02. Kopf des Tages Anthony Langley - der Retter von Manroland
Kopf des Tages: Anthony Langley - der Retter von Manroland

Schritt für Schritt kauft der britische Geschäftsmann deutsche Technologiefirmen. Jetzt sieht er seine Chancen bei der Insolvenz der Druckmaschinenfirma Manroland. mehr

 



  •  
  • blättern
MANAGEMENT

mehr Management

GRÜNDUNG

mehr Gründung

RECHT + STEUERN

mehr Recht + Steuern

KARRIERE

mehr Karriere

BUSINESS ENGLISH

mehr Business English

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote