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23.12.2007, 11:00
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Und als Zugabe den Master
Dem Praktiker reicht meist der Bachelor zum Berufseinstieg. Einen Master schiebt er notfalls später nach, wenn die Karriere es erfordert.
von Corinna Zawodniak
Der Fortschritt geht in der Informatik rasend schnell. Mein Wissen veraltet, wenn ich mich nicht weiterbilde", sorgt Stefan Schmitz sich. Deshalb war klar: Eines Tages steht nach dem Bachelor auch der Master an.
Frischgebackene Bachelorabsolventen stehen vor wichtigen Entscheidungen: Soll ich den Master machen? Wenn ja, direkt im Anschluss an den Bachelor oder doch besser erst nach ein paar Jahren im Beruf? Und in welchem Fach?
Oft löst sich eine Frage von selbst: Viele Masterstudiengänge verlangen eine Mindestnote im ersten Abschluss. Wer die nicht hat, der geht erst einmal in ein Unternehmen. Mit dem Umweg über die Berufserfahrung lassen die meisten Hochschulen den Masterwilligen dann zu.
Lohnender Aufbau für die KarriereIrene Seling, Hochschulreferentin bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, empfiehlt ohnehin, nach dem Bachelor einen Job zu suchen und später einen Masterkurs zu belegen.
Denn mit Praxiserfahrung falle die Fachwahl oft anders aus: "Wenn jemand nach dem Bachelor in BWL in einer Personalabteilung arbeitet, bietet sich später vielleicht ein Master in Psychologie an." Daran hätte derjenige vorher womöglich gar nicht gedacht.
"Für einen Ingenieur oder Elektrotechniker kann es sich nach den ersten Berufserfahrungen lohnen, für die nächste Karrierestufe die Managementfähigkeiten durch den Master of Business Administration auszubauen."
Unsicherheiten bei den AbsolventenSchmitz hat mit dem Bachelorzeugnis bei einer kleinen Kölner Softwarefirma angefangen. Anderthalb Jahre später begann der Mittdreißiger an der Fernuniversität Hagen berufsbegleitend ein Masterstudium. Viele Studenten bleiben direkt an der Uni.
Mehr als drei Viertel der Uni-Bachelors sind neun Monate nach der letzten Prüfung in einem weiteren Studium, zeigt eine Studie der Hochschul-Informations-System GmbH. Sie haben das gleiche Ziel wie Schmitz: die Chancen verbessern.
"Es herrscht noch viel Unsicherheit: Den Absolventen ist unklar, welche Karrierechancen sie mit dem Bachelor haben. Die Firmen wissen nicht genau, was sie von Bachelors erwarten können", erklärt Jens Reufsteck von der Personalberatung Hobsons. Die Studie bestätigt: Der Fakt, dass der Abschluss noch nicht so bekannt ist, erschwert Bachelors den Einstieg.
Teil 2: Der Bachelor im Mittelstand
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FTD.de, 23.12.2007
© 2007 Financial Times Deutschland,
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