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Merken   Drucken   25.08.2006, 07:58 Schriftgröße: AAA

Unis stärken ihr Profil

Sich von der Masse abheben, sich spezialisieren - das gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Bildungseinrichtungen. Denn sonst bleiben die Kunden - die Studenten - aus. E-Learning spielt zum Beispiel eine immer größere Rolle.
Ihren Studienort wählen Studenten nicht mehr nur nach Erreichbarkeit, Attraktivität der Studentenclubs und Höhe der möglichen Gebühren oder Lebenshaltungskosten aus. Inzwischen spielt der Ruf der Hochschule oder Universität neben dem anvisierten Abschluss eine große Rolle. Die Lehrinstitute haben die Herausforderung inzwischen angenommen und versuchen, mit Spezialisierungen, wichtigen Kooperationen für einen Studentenaustausch, mit Praxisnähe und Vielseitigkeit zu punkten.
Was es Neues an deutschen Einrichtungen gibt, lesen Sie im folgenden Nachrichtenüberblick.
L'Oreal unterstützt den Alanus-Studiengang   L'Oreal unterstützt den Alanus-Studiengang
Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn startet im Wintersemester einen neuen Bachelor-Studiengang, der Wirtschaftskompetenz und Praxis im Unternehmen, in Kunst und Gesellschaft vermitteln soll. Die klassische Betriebswirtschaftslehre wird dabei mit Praxisphasen in Unternehmen und Modulen eines Studium Generale sowie mit künstlerischen Projekten verbunden, die so genannte Soft Skills abdecken sollen.
Laut Alanus ist die künstlerische Dimension des Studiengangs einmalig in Deutschland. Sie soll Dialogfähigkeit, Kreativität und Unternehmergeist der Studenten fördern. Für die Zeit, die die Teilnehmer in Unternehmen verbringen (rund 40 Prozent der Studienzeit), stehen Partner der Hochschule bereit, darunter dm-Drogerie Markt, Alnatura, Tegut, Globus, L´Oreal und Weleda. Im Anschluss an den Bachelor-Abschluss ist auch ein Master-Studiengang möglich.
Mehr Informationen unter: www.alanus-wirtschaft.de
Die Zeppelin University kooperiert nun mit einer weiteren indischen ...   Die Zeppelin University kooperiert nun mit einer weiteren indischen Management-Schule
Die Zeppelin University (ZU) in Friedrichshafen kooperiert künftig mit "e-teaching.org", einem Beratungs- und Qualifizierungsportal zum Thema E-Learning. Damit soll die Integration digitaler Medien in Lehre und Forschung weiter ausgebaut werden. Damit ist die ZU künftig mit über 30 Partnerhochschulen und zwei Hochschulverbünden vernetzt.
„Beim E-Learning geht es nicht unbedingt um ein Fernstudium oder die Verlagerung von Vorlesungen und Seminaren ins Internet. Viel häufiger zielt E-Learning auf eine Verbindung mit bekannten Lehrformen, die so durch die neuen, vielfältigen Kommunikationsoptionen der digitalen Medien bereichert werden“, sagt Gertraud Koch vom ZU-Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft & Wissensanthropologie.
Die Zeppelin University kooperiert künftig auch intensiv mit dem Internationale Management Institute in Neu Delhi. Es gilt als eine der besten Wirtschaftsschulen des Landes. Zusammen mit dem zweiten indischen Partner, dem Indian Institute of Management in Bangalore, haben die ZU-Studenten nun ausgezeichnete Möglichkeiten, Auslandssemester in einem der interessantesten und am schnellsten wachsenden Märkte einzulegen, so die Zeppelin University.
Mehr Informationen unter: www.zeppelin-university.de; www.e-teaching.org/hochschule/zeppelin_university
Das Hauptgebäude der Friedrich-Schiller-Universität in Jena   Das Hauptgebäude der Friedrich-Schiller-Universität in Jena
Ab Herbst können Studenten an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena erstmals in Deutschland auch Biogeowissenschaften studieren. Der Studiengang beschäftigt sich mit biologischen, chemischen, geographischen und geowissenschaftlichen Fragestellungen.
Zunächst werden die Biogeowissenschaften als Bachelor-Studiengang angeboten, ein Jahr später startet dann der dazugehörige Master- Studiengang. Die Absolventen könnten dann unter anderem als Experten für Altlastensanierung in der Wirtschaft arbeiten, so die Universität.
Mehr Informationen unter: www.bgw.uni-jena.de
Die Universität Passau lädt im November zu einem Crashkurs in Europarecht. Das Seminar richtet sich an Juristen sowohl aus der Anwaltschaft, der Verwaltung und den Justizbehörden wie auch an Unternehmensjuristen.
Das Centrum für Europarecht der Universität will dabei neben den Grundlagen vor allem den europäischen Binnenmarkt, die Grundfreiheiten, Kartellfragen, das EU-Beihilfenrecht und die Informationsgewinnung mithilfe von EU-Datenbanken beleuchten. Die Teilnehmer können sich innerhalb des zweitägigen Crashkurses für einen Schwerpunkt entscheiden und weiterqualifizieren.
Mehr Informationen unter: www.uni-passau.de
Studienanfänger in technischen Fächern, die sich in Mathematik nicht fit fühlen, können per Fernstudium ihr Wissen auffrischen. Die Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen bietet im Wintersemester erneut einen Brückenkurs an. Zeit- und weitgehend ortsunabhängig können sich die Schulabgänger speziell auf die Lehrinhalte ihres Studiums vorbereiten.
Dazu wurden Lehrbriefe zu den Themen Algebra, Funktionen und Geometrie entwickelt, die die Kursteilnehmer selbständig durcharbeiten müssen. Offene Fragen werden in einer Präsenz-Woche kurz vor Studienbeginn beantwortet. Zudem stehen Fachlehrer per Mail für Anfragen zur Verfügung. Neben der Fachhochschule Koblenz wird der Kurs jetzt auch an der FH Bingen angeboten, außerdem an der FH Kaiserslautern am Standort Zweibrücken.
Mehr Informationen unter: www.zfh.de
  • FTD.de, 25.08.2006
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