Noch mal vorstellig werden beim Ex-Arbeitgeber? Kein Problem!
„Natürlich haben diejenigen Kandidaten die besten Chancen, die vor ihrem Wechsel einen ausgezeichneten Eindruck beim Arbeitgeber hinterlassen haben“, so Sven Hennige, Regionaldirektor Central Europe bei Robert Half.
Doch auch für die Unternehmen kann die Rückkehr Vorteile bringen, betont der Personalmanager. „Gerade junge High Potentials möchten Erfahrungen in unterschiedlichen Unternehmen sammeln, bevor sie sich langfristig binden. Entscheiden sie sich dann bewusst für eine Rückkehr, ist das die beste Voraussetzung für eine langfristige Zusammenarbeit. Zusätzlich kennen sie ihr Arbeitsfeld aus unterschiedlichen Perspektiven – wertvolles Know-how, von dem jeder Arbeitgeber profitiert.“
Gegenangebot für Abwanderwillige
In Deutschland geben Chefs zu, schon dann aktiv zu werden, sobald ein Mitarbeiter Trennungsabsichten äußert. Eine Mehrheit (58 Prozent) versucht, einer Kündigung mit einem Gegenangebot entgegenzuwirken. Fest angestellte Fachleute sollten deshalb nicht sofort bei einer Abwerbung durch konkurrierende Firmen zusagen. Gerade wer sich beim aktuellen Arbeitgeber wohl fühlt, sollte das offene Gespräch mit seinem Chef suchen, legt die Studie nahe. Auch in Tschechien und Italien bemüht man sich mehrheitlich, die Leistungsträger umzustimmen. In Luxemburg wollen Vorgesetzte dagegen nicht so häufig neu verhandeln.