"Wir wollten einfach diese Bürokratie umgehen, alle Überstunden einzeln ausweisen zu müssen", sagte Franz damals der "FAS". Daher die pauschalen Beträge. Der "Basissatz" von 300 Euro wurde laut Bericht zuletzt im Herbst 2010 erhöht - in dem Jahr, in dem die Mitarbeiter wegen der Schwierigkeiten Opels auf die Hälfte ihres Weihnachtsgeldes verzichteten.
Der 59 Jahre alte Franz wies Spekulationen zurück, dass sein zum Jahresende geplanter Rückzug als Betriebsratschef mit den Ermittlungen im Zusammenhang stehe. "Ich habe meine Altersteilzeit bereits im November 2006 vereinbart und stehe seit 2009 im aktiven Teil der Vereinbarung." Er habe sein Ausscheiden erst in der vergangenen Woche bekannt gegeben, um auch nach außen als handlungsfähiger Vertreter der Arbeitnehmer wahrgenommen zu werden.
Er halte die Ermittlungen der Staatsanwälte für ein normales rechtsstaatliches Verfahren, nachdem die Vorwürfe gegen Opel und ihn öffentlich in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" erhoben worden waren, sagte Franz. Er rechne mit einer Einstellung des Verfahrens.
Franz geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Nach knapp 37 Jahren Betriebszugehörigkeit werde er am 31.12. wie geplant in die passive Phase der Altersteilzeit wechseln, teilte das Unternehmen in Rüsselsheim vergangene Woche mit.