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30.08.2011, 12:00
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Verhandlungskompetenz:
Wie Sie jetzt mehr Gehalt rausholen
Im Oktober wird in deutschen Unternehmen häufiger befördert als in anderen Monaten. Die nächsten Wochen sind daher günstig, in Sachen Karriere aktiv zu werden. Verlangen Sie ruhig auch mehr Geld. Die Chancen stehen gut.
von Sabine Meinert
Wenn die Sommerpause vorbei ist und es zum Jahresendspurt geht, sind deutsche Chefs viel eher bereit, Mitarbeiter auf neue Posten zu setzen und ihnen neue Aufgaben plus Verantwortung zuzuteilen. Einer Erhebung des Business-Netzwerkes LinkedIn zufolge stehen die Sterne vor allem für jüngere Mitarbeiter gut, mitten im Jahr befördert zu werden.
Testen Sie Ihr Verhandlungsgeschick vorher aus - mit Freunden
Wo sich Veränderungen oder ein Umbau - und damit gute Chancen für den Karrieresprung abzeichnen - sollten Mitarbeiter das Eigenmarketing starten: Bringen Sie sich und Ihre Fähigkeiten in der Firma ins Gespräch. Bauen Sie Ihr Netzwerk aus und versuchen Sie, so viel wie möglich über den anvisierten Posten zu erfahren. Versuchen Sie, Empfehlungen einzuholen.
Und was soll ich auf unangenehme Fragen antworten?
Vor allem aber: Bereiten Sie sich auf ein mögliches Gespräch mit Ihrem Chef vor. Legen Sie sich ein paar geschickte Formulierungen zurecht, mit denen Sie Ihre Qualitäten hervorheben können.
Überlegen Sie sich Antworten auf unangenehme Fragen, die während des Gesprächs auftauchten könnten. Proben Sie notfalls mit einem Freund, wie so ein Gespräch ablaufen könnte. Und seien Sie mutig - fragen Sie nach mehr Geld! Der Fachkräftemangel am deutschen Arbeitsmarkt eröffnet derzeit durchaus die Möglichkeit, über einen Gehaltszuschlag zu verhandeln.
"Firmen wissen, dass ihre Angestellten ein sehr wesentlicher Teil ihres Erfolges sind. Oftmals wird ein Unternehmen eher eine stufenweise Gehaltserhöhung dem Verlust eines geschätzten Mitarbeiters vorziehen", bestätigt Bernd Kraft, Vice President Managing Director CE beim Karriereportal Monster.de. "Wenn eine Firma keine Gehaltserhöhung anbietet, dann gibt es eine Reihe anderer Vorzüge, die Arbeitnehmer alternativ vorschlagen können".
Dazu zählen ein Dienstwagen oder Fahrtkostenzuschuss, Boni und variable, leistungsabhängige Vergütungen, bezahlte Überstunden, Freizeitausgleich und spezielle Arbeitszeitmodelle, Zuschüsse zur Altersvorsorge und Weiterbildungsangebote. Doch den meisten ist offensichtlich ein Gehaltsplus am liebsten. Deshalb gilt es, Hemmungen über Bord zu werfen und gezielt darauf hinzuarbeiten in den Gesprächen mit dem Chef.
Die Experten von Monster.de empfehlen:
- Wert beweisen: Legen Sie klar dar, warum Sie die Erhöhung verdient haben. Hilfreich ist, den Beitrag zum Gesamterfolg der Firma zu kennen - und ihn klar zu benennen. Berichten Sie über erfolgreiche Projekte und deren Gewinn.
- Verhandlung notfalls vertagen: Sollte sich das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt keine Gehaltserhöhung leisten können, vereinbaren Sie schriftlich einen Zuschlag innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Oder vereinbaren Sie direkt neue Verhandlungen mit Ihrem Chef in absehbarer Zeit.
- Alternativen aufzeigen: Wenn es mit einem finanziellen Plus nicht geht, schlagen Sie Alternativen vor. Auch ein späteres Sabbatjahr könnte dazugehören. Gegebenenfalls kann auch mehr Verantwortung oder ein neuer Aufgabenbereich eine Belohnung sein.
Teil 2: Wie Sie rhetorisch und strategisch vorgehen sollten.
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FTD.de, 30.08.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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