Die Bezahlung hängt vom Finanzvolumen abWie hoch die Provision ist, hängt von der Prämie ab, die der Kunde zahlt. Aus Sicht des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) ist das gerechtfertigt. "Mit der Höhe des Prämienvolumens steigt die Verantwortung für den Vermittler und seine Haftung", sagt Hans-Dieter Schäfer vom BVK. Auch bei Anwälten und Steuerberatern hänge die Höhe der Bezahlung vom Finanzvolumen ab. Der BVK ist nicht für die Umstellung der Vergütung auf Honorarbasis.
Er fordert aber, dass Vermittler Honorare verlangen dürfen, wenn Verbraucher sich ausgiebig bei ihnen beraten lassen und danach woanders, etwa im Internet, einen Vertrag abschließen. Damit Kunden erfassen können, was der Vermittler bekommt, muss der Versicherer im sogenannten Produktinformationsblatt die Abschlusskonten in Euro und Cent aufführen. Das ist nicht unbedingt der Betrag, den der Verkäufer tatsächlich erhält, denn die Versicherer haben einigen Spielraum.
Sie müssen nur die kalkulierten und nicht die tatsächlichen Kosten ausweisen. Bei Altersvorsorgeverträgen sind die ausgewiesenen Summen aber fast immer hoch. "Viele Kunden diskutieren über die Vergütung", weiß Sandkühler. Das Problem: Verbraucher müssen beim Abschluss die Verkaufsgespräche mitfinanzieren, die der Vermittler umsonst geführt hat. Dazu werden künftig immer weniger bereit sein, glaubt der Makler.