Akkreditierter EtikettenschwindelInhaltliche Vorgaben gibt es bei der Akkreditierung von MBA-Programmen nicht. "Damit würden wir die Hochschulen doch entmündigen", sagt Armin Hopbach, Geschäftsführer des Akkreditierungsrats. Die Agenturen dürften daher keine formalen Vorgaben machen, sondern nur prüfen, ob die Inhalte adäquat zum Studienziel sind. Ist das Ziel etwa, Manager für den deutschen Markt auszubilden, genügt ein rein deutschsprachiger Unterricht.
Beim Anteil der General-Management-Inhalte gibt es daher keine Vorgaben. "Unsere Gutachter prüfen schon, ob ein MBA-Studiengang auch genug generalistische Inhalte hat", sagt Frank Wullkopf, wissenschaftlicher Referent bei der Zeva. Doch leider gebe es immer mehr Hochschulen, die ihre fachspezifischen Studiengänge mit dem Label MBA versehen.
Die "Nominationspräferenz" - also die Wahl der Bezeichnung des Studiengangs - liege jedoch bei den Hochschulen. Die Agenturen müssten nachweisen, dass der Begriff falsch ist. "Das ist recht schwierig", sagt Wullkopf. Er bestreitet nicht, dass es hier längst einen "akkreditierten Etikettenschwindel" gibt.