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Merken   Drucken   02.03.2009, 13:00 Schriftgröße: AAA

Weiterbildung: Neues von den Unis

Manager haben in Zeiten der Krise neue Aufgaben zu bewältigen. Bisher übliche Strategien ziehen nicht mehr, die aktuelle Situation erfordert ein anderes Herangehen an die Probleme. Die Business-Schulen stellen sich darauf ein. von Sabine Meinert
Die Said Business School der University of Oxford hat zu Jahresbeginn ein neues Diplomstudium gestartet. Das Programm "Organisational Leadership" fokussiert vor allem auf das Thema "Führen in wirtschaftlichen harten Zeiten". Tim Morris, Leiter des neuen Angebots: "In Zeiten des Abschwungs geht es darum, schwierige Botschaften zu übermitteln, während Motivation und die Konzentration auf das Wesentliche erhalten bleiben müssen. Gleichzeitig muss man die großen Entwicklungen im Auge behalten, die einen aus der Bahn werfen können."
Die Said Business School in Oxford   Die Said Business School in Oxford
Das Studium will das Manko ausgleichen helfen, dass ein Großteil der derzeitigen Unternehmenslenker und Führungskräfte niemals schlechte Zeiten erlebt hat. Gleichzeitig sollen die Teilnehmer auf die steigende Komplexität der Management-Prozesse im Unternehmen und der Gesellschaft vorbereitet werden. Der Diplom-Studiengang umfasst vier Module.
Mehr Informationen unter: www.sbs.ox.ac.uk/execed/leadership/dol/
Die Universität Passau bietet einen neuen Zertifikatslehrgang für Führungskräfte an - das "Advanced Executive Education Program". Schwerpunkte des Angebots sind Betriebswirtschaft, Recht sowie Selbst- und Sozialkompetenz.
Vermittelt werden aktuelles Wissen aus Hochschule und Praxis sowie anwendungsorientierte Techniken. Der Lehrgang visiert Vorstände, Geschäftsführer, Projektleiter und Personalverantwortliche als Zielgruppe an, aber ebenso Entscheider, die ihre Führungsqualitäten weiter entwickeln möchten.
Unter anderem sollen sie während des Lehrgangs diskutieren: Wie schafft man es, den Überblick über die Risiken für das Unternehmen zu bewahren? Wie kann man das Heft des Handelns in der Hand behalten? Welche Chancen bietet die sich verändernde Welt? Wie kann man Entscheidungen und Prozesse klar durchdenken und strukturieren? Gleichzeitig spielen die Fähigkeiten, Mitarbeiter zu motivieren und für sich selbst eine Work-Life-Balance zu erzielen, eine große Rolle.
Das Programm besteht aus sieben Modulen, die einmal monatlich stattfinden. Alle Teile können auch einzeln gebucht werden. Für Nachwuchsführungskräfte steht der Zertifikatslehrgang "Junior Executive Education Program" zur Verfügung.
Mehr Informationen unter: www.uni-passau.de
Studenten an der European Business Schools   Studenten an der European Business Schools
Die DZ Bank hat an der European Business School (EBS) Wiesbaden/Rheingau einen Lehrstuhl für "Economics of Financial Institutions" gestiftet. Damit sollen Forschung und Lehre in der Finanzwirtschaft gestärkt werden.
Berufen wurde der bisherige Forschungkoordinator der Deutschen Bundesbank, Professor Falco Fecht. Zusammen mit den EBS-Professoren Reint Gropp und Ben Craig soll er nun rund um das große Thema "Financial Institutions" forschen. Die EBS kann damit ihr Departement of Finance, Accounting and Real Estate weiter ausbauen.
Mehr Informationen unter: www.ebs.de
Das ESSEC-Gebäude in Paris   Das ESSEC-Gebäude in Paris
Die in Paris und Singapur angesiedelte Business-Schule ESSEC eröffnete ein neues Forschungszentrum für Recht und Wirtschaft (CEDE), das vor allem auf die Verbindungen beider Disziplinen und globale Perspektiven in den Themenfeldern fokussiert. Hintergrund ist die wachsende Bedeutung von Rechtsfragen in international agierenden Unternehmen, zunehmende Risiken und die strategische Ausrichtung von Entscheidungen in Konzernen.
Das Forschungszentrum will disziplinübergreifende Studien durchführen. Vor allem zu den Themen Wettbewerb/Konzentration/Regulierung, Corporate Governance und Social Responsibility, Globalisierung sowie Internationales Urheberrecht. Die Arbeit des Zentrums wird von Partnern der ESSEC, ebenso wie von französischen und internationalen Universitäten unterstützt.
Mehr Informationen unter: www.essec.fr
Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) kooperiert bei der Betreuung von Doktorarbeiten künftig mit der University of the West of Scotland (UWS). Wissenschaftliche Mitarbeiter an der HAW können dadurch künftig in mehreren Fachgebieten an der UWS promovieren, darunter in Gesundheitswissenschaften und Umwelttechnik. Richtlinie für die angehenden Forscher und ihre Betreuer sind die Standards der britischen Akkreditierungsagentur QAA (Quality Assurance Agency).
Prof. Dr. Michael Stawicki, Präsident HAW Hamburg: "In Deutschland wird seit Jahren über das Promotionsrecht an Fachhochschulen diskutiert. Die schwarz-grüne Koalition in Hamburg hat deshalb der HAW Hamburg die Promotionsbefugnis in einzelnen Exzellenzbereichen in einem Modellversuch in Aussicht gestellt. Mit Hilfe der jetzt verabredeten Kooperation mit der UWS wird nun weiteren talentierten Nachwuchsforscherinnen und -forschern an der HAW Hamburg der Weg zu Promotion eröffnet."
Mehr Informationen unter: www.haw-hamburg.de
  • FTD.de, 02.03.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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