Die Vereinigten Arabischen Emirate setzen verstärkt auf Bildung - hier ein Blick auf Dubai
Die Insead sei durch die Bildungspolitik Abu Dhabis ermuntert worden, sich dort anzusiedeln, sagt Jädersten. Die Bildung genießt - neben Sicherheits- und Wirtschaftspolitik - in den gesamten Vereinigten Emiraten eine hohe Priorität. Durch Qualifizierung auf höchstem internationalem Niveau sollen die Emirater auf die Herausforderungen des 21. Jahrhundert vorbereitet werden - das Jahrhundert, in dem das Öl ausgehen wird.
Stipendien für Auslandssemester
Aus diesem Grund bemüht sich die Politik, andere, neue Einnahmequellen zu erschließen, etwa im Tourismus oder in der Informationstechnologie. Die Hochschulen der Emirate streben die Kooperation mit ausländischen Spitzenuniversitäten an, großzügige Stipendien sollen die Studierenden zu Auslandsaufenthalten ermuntern. In Saudi-Arabien, wo der Reichtum auch vom Erdöl abhängt, ist die Fokussierung auf Bildung hingegen nicht so stark. Die islamische Lehre ist immer noch der Mittelpunkt der Erziehung.
Einen kleinen Schritt in Richtung Öffnung geht aber auch dieser Golfstaat: Für ein Studium im Ausland werden jedes Jahr Tausende Regierungsstipendien vergeben. Die jungen Saudis sollen in der Fremde auch lernen, was Fortschrittlichkeit bedeutet - für demokratische Tendenzen zeigt sich die saudische Monarchie jedoch weiterhin nicht offen.
Großer Andrang
Die Maastricht School of Management etwa bringt ihnen die erwünschten modernen Inhalte ins Land. "Unsere Ausrichtung geht nicht in eine bestimmte geografische Region, wir gehen da hin, wo sich der Markt entwickelt", sagt Fer Somogyi, Sprecher der Maastricht School of Management. Das Interesse talentierter Manager an dem Maastrichter MBA sei groß.