Studenten und Berufseinsteiger wünschen sich Herausforderung und Verantwortung
Ein sicherer Job spielt dagegen nur für etwa 30 Prozent eine Rolle. Einzige Ausnahme sind die Sozialwissenschaftler, bei denen jeder zweite eine sichere Beschäftigung begrüßen würde. Für sie ist auch ein tolles Gehalt ein herausragendes Ziel. Für IT-ler steht mehr im Fokus, dass der Arbeitgeber einen guten Ruf in der Branche hat.
Für alle gleichermaßen gilt: Internationale Kunden- und Kollegenkontakte sind ein Anreiz, für einen Arbeitgeber zu arbeiten - sie sind wichtig für 75 Prozent der Befragten. Eine kreative, spannende Aufgabe lockt ebenfalls (62 Prozent). Dafür nehmen die Berufsanfänger in den ersten Jahren auch deutliche Mehrarbeit in Kauf. Jeder Zweite arbeitet bis zu 50 Stunden, jeder Dritte bis zu 60 Stunden pro Woche. Etwa zehn Prozent ackern sogar noch mehr.
Wohin? - auf in die Welt
Der Standort ist dagegen nur etwa jedem Zehnten wichtig. Dieses Studienergebnis deckt sich mit einer Erhebung des Meinungsforschungsinstitutes Trendence zur Mobilität von Studenten: Wenn es um ihre Karriere geht, würde jeder zweite außerhalb von Deutschland eine Arbeitsstelle annehmen - notfalls weltweit. Sie kommen damit der Forderung der Arbeitgeber nach äußerster Flexibilität und Mobilität bereits nach.
Eine gute Ausgangsposition für die Studenten und Young Professionals: Kombiniert mit fachlicher Spezialisierung und sozialen Kompetenzen können sie sich in den Kreis der "High Potentials" beamen. Denn Personalexperten und Head Hunter bestätigen: Top-Kräfte sind auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten gefragt.
Für den "Universum Professional Survey" wurden 7772 Akademiker befragt. Als Young Professionals gelten Teilnehmer mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung, nicht älter als 40 Jahre. Als Senior Professional wurde eingestuft, wer schon länger als 8 Jahre im Beruf und über 40 Jahre alt ist.
Das "European Student Barometer" von Trendence wurde europaweit unter 90.000 examensnahen Studierenden erhoben.