Virtualisierung senkt Kosten und Energieverbrauch. Unternehmen brauchen weniger Stellflächen für die Hardware, weniger aufwendige Sicherheitslösungen und können auf flexiblere IT-Architekturen zurückgreifen. 37 Prozent der Unternehmen haben deshalb bereits Pilotprojekte zur IT-Virtualisierung oder erste virtuelle Server und Maschinen gestartet. Jede zehnte Firma plant dies für die nächsten Monate, so eine Studie des Marktforschers Techconsult.
Die Unternehmen sind also längst auf den Trend-Zug aufgesprungen. Die Ausgaben für Virtualisierung legten bereits kräftig zu. Auch die entsprechenden Stellenangebote sind internationalen Jobanbietern zufolge in den vergangenen sechs Monaten um fast 40 Prozent gestiegen. Branchenexperten geht es dennoch viel zu langsam voran. Der Grund: Die Fachleute fehlen.
Deutsche stürmen vorneweg
"In den IT-Abteilungen in Unternehmen wird sich hinsichtlich Organisation, Planung und Personaleinsatz einiges ändern", prognostiziert Robert Chapman, Mitbegründer von Firebrand Training. In seiner Fortbildungsgesellschaft beobachtet er, dass deutsche Fachkräfte sich derzeit deutlich öfter als europäische Kollegen eine Virtualisierungs-Weiterbildung gönnen, obwohl Deutschland im Europa-Vergleich bei Fortbildung insgesamt eher zu den Schlusslichtern gehört. "Selbst an der IT-Nation Großbritannien sind wir beim Thema Virtualisierung vorbeigezogen", verweist Chapman auf jüngste Zahlen.