Und schließlich wird es ihm dann doch zu viel, an diesem kühlen Oktobertag. Kritik, Spott, Häme, es ist kaum zum Aushalten.
Hilmar Kopper hat gewusst, dass es schwer wird, als er diesen Job angetreten hat. Aber dass es so hart wird? Es treibt ihn raus aus seinem neuen Büro am Gerhart-Hauptmann-Platz im Zentrum Hamburgs. Raus auf den Flur. Mit Kollegen reden. Über diese "Bösartigkeit". Ja, genauso nennt er es, diese Kritik an ihm, dem Chefaufseher, und an
Dirk Jens Nonnenmacher , seinem Vorstandschef: "Bösartigkeit."
Das will er sich nicht gefallen lassen. Er ist schließlich als Aufseher gekommen, als Aufklärer. Haben ihn im Sommer nicht noch alle als Hoffnungsträger gefeiert, ihn, die Instanz im deutschen Bankenwesen? Als denjenigen, der endlich Ordnung in diesen Laden bringt, Ordnung in die HSH Nordbank, dieses Synonym für Unfähigkeit und Bankstertum?
Nun, keine vier Monate später, fallen sie über ihn her. Damit muss Schluss sein, findet er. Helfen soll eine Ehrenerklärung für Nonnenmacher: Ja, der mache einen guten Job. Nein, der habe nichts zu tun mit den vergangenen Untaten. Er genieße sein "uneingeschränktes Vertrauen". Das soll die Öffentlichkeit gefälligst zur Kenntnis nehmen.