Dass Wohlhabende etwas von ihrem Besitz abgeben, gehört zum guten Ton in den Vereinigten Staaten. In Deutschland oder China dagegen stießen Buffett und Gates bisher auf taube Ohren bei den Superreichen. Auf der Liste der 17 neuen Megaspender finden sich ausschließlich Milliardäre mit Wohnsitz in den USA, darunter der neue Karstadt-Besitzer Nicolas Berggruen oder der umtriebige Investor
Carl Icahn .
Als die Initiative von Gates und Buffett im Sommer startete, hatten deutsche Politiker auch hierzulande Milliardäre gedrängt, teilzunehmen. Berggruen sagte, jeder Einzelne müsse die Möglichkeiten nutzen, die ihm das Leben biete und Verantwortung übernehmen. Ihm sei die Chance gegeben, Gutes zu tun.
Facebook-Gründer Zuckerberg hatte jüngst Schulen in der Stadt Newark nahe New York City 100 Mio. Dollar gespendet. Das ganz große Geld hat er dabei noch gar nicht auf seinem Konto. Es steckt in Facebook. Das soziale Netzwerk ist geschätzt mehr als 40 Mrd. Dollar wert. Immer wieder wird über einen Börsengang spekuliert. Allein jeder zehnte Deutsche ist Facebook-Mitglied, weltweit tauschen eine halbe Milliarde Menschen Fotos oder Nachrichten aus.
Buffett und Gates wollen auch weiterhin im Ausland um Spender werben. Dabei ist Amerika noch längst nicht abgegrast. Alleine die zehn Wohlhabendsten des Landes besitzen nach einer Aufstellung des Magazins Forbes zusammen 270,8 Mrd. Dollar. An der Spitze des Rankings: Gates und Buffett. Zuckerberg, der die Facebook-Pfründe nicht alleine für sich beanspruchen darf, wird von Forbes auf 6,9 Mrd. Dollar geschätzt.