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Um europäische Lehman-Banker buhlte zuletzt auch Barclays-Präsident Bob Diamonds - allerdings bislang vergeblich. Diamonds hatte fünf europäische Topbanker zu einem Abendessen eingeladen und wollten ihnen dort ein lukratives Jobangebot machen. Doch dazu kam es nicht. Die Lehman-Manager schlugen dessen Offerte aus.
Die Gründe der Brüskierung liegen noch im Dunkeln. Fest steht, dass weite Teile der Lehman-Brothers-Belegschaft schlecht zu sprechen sind auf den Dealmaker Diamond. Als die New Yorker Investmentbank Mitte des Monats ums Überleben kämpfte, galt Barclays bis zuletzt als möglicher Retter. Stattdessen ließen die Briten die Amerikaner untergehen - um sich sodann aus der Konkursmasse zu bedienen. 1,75 Mrd. $ zahlte Barclays für Lehmans US-Geschäft. Von der britischen Niederlassung hingegen ließ Diamond lieber die Finger.
Die nun abtrünnigen Lehman-Banker Banchetti und de Rosnay hatten ihre Ämter erst Anfang September angetreten, eine Woche bevor die Muttergesellschaft Insolvenz anmeldete. De Rosnay teilte sich seinen Verantwortungsbereich mit William Vereker, Banchetti arbeitete mit Christian Meissner zusammen. Rolet wurde erst dieses Jahr Frankreichchef der Investmentbank. Tory ist ein ehemaliger Banker von Morgan Stanley und führte seit 2006 das britische Investmentbankinggeschäft von Lehman Brothers.Mit Bloomberg