Bilderserie
Bilderserie: Die Chefinnen von morgen
Berg geht es nicht um die Sache der Frau, nicht um Gleichberechtigung oder gar moralische Erwägungen. Es geht ihm um Vielfalt. Um Diversity, wie es in der Managementliteratur heißt, und die ist gut fürs Geschäft. Die Idee dahinter: Ein Unternehmen mit einer möglichst bunt gemischten Führungstruppe und Belegschaft aus Männern und Frauen, Deutschen und Ausländern, Jung und Alt bildet Kundengruppen und Gesellschaft besser ab, ist innovativer und erfolgreicher im Wettbewerb um Talente. "Diversity nur auf Männlein-Weiblein zu reduzieren hat keinen Sinn. Es muss einfach verschiedene Typen geben", sagt Berg. "Das ist für uns ein ganz wichtiges Management-Tool."
Außerdem hat Berg ein Problem, das er mit der ganzen Branche teilt: "Durch den Fachkräftemangel geht uns die Puste aus." Obwohl man in IT-Firmen bereits mit 50 als Fossil gilt, musste Microsoft Mitarbeiter jenseits der 60 auf leitende Fachpositionen befördern. Ebenso wie ältere Beschäftigte umwirbt der Softwarekonzern Experten aus dem Ausland - und Frauen.
Ähnlich agiert
Henkel -Chef
Kasper Rorsted , der in Deutschland zu den prominentesten Förderern von Frauen in Führungspositionen gehört. Er mache sich nicht aus Mitleid oder Gutmenschentum für dieses Thema stark, sondern aus Sorge, dass er sonst im Wettbewerb um die besten Köpfe und Talente nicht mithalten könne, sagte der Däne kürzlich vor 25 Topmanagerinnen, die er zu einem Abendessen in den Düsseldorfer Konzern eingeladen hatte.