Schuhe kann man problemlos online kaufen - Haustiere nicht
Die Anfänge des sogenannten E-Commerce, also des Verkaufs von Waren aller Art via Internet, liegen im Jahr 1995. Damals wurde das Netz zugänglich für die Kommerzialisierung, zeitgleich gingen einige große Suchmaschinen an den Start, was beste Voraussetzungen für den Onlineverkauf von Waren schuf. Das noch heute den Markt dominierende Versandhaus Amazon, welches damals als virtuelle Buchhandlung startete, bietet mittlerweile die gesamte Produktpalette der Unterhaltungselektronik an, außerdem Bekleidung, Haushaltswaren, Sport- und Geschenkartikel. Im dritten Quartal 2011 setzte Amazon nach eigenen Angaben weltweit Waren im Wert von 10,88 Mrd. Dollar um. Zum Vergleich: Die Metro-Tochter Media-Saturn erzielte im selben Quartal lediglich einen Umsatz von 4,7 Mrd. Euro.
Mittlerweile gibt es fast nichts mehr, was Kunden nicht im Netz bestellen können. Trotzdem verkaufen sich online längst nicht alle Waren gleich gut. So erwerben etwa 85 Prozent der Internetnutzer ihre Lebensmittel nach wie vor beim Händler vor Ort, zeigt eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Auch ihre Blumenerde oder den Akkuschrauber kaufen zwei Drittel der Kunden direkt im Baumarkt oder im Gartenhandel. Manche Dinge lassen sich aufgrund logistischer Probleme ohnehin kaum online an den Mann bringen: Fachgeschäfte für Tierbedarf finden sich zwar auch im Internet, Haustiere lassen sich online jedoch nicht so einfach erwerben.
Das Shoppen im Internet ist bequem, günstig und bietet ein breites Warensortiment. Trotzdem kann sich ein Onlineeinkauf schnell als Reinfall erweisen, wenn man dabei nicht einige Punkte beachtet. Thomas Bradler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen empfiehlt, zunächst die Seriosität eines Anbieters zu prüfen, so weit dies dem Kunden möglich ist: "Sogenannte Fake-Shops, die Ware anbieten, aber nicht verschicken, erkennt man dennoch meist schlecht, weil sie oft sehr gut gemacht sind." Ein Blick ins Impressum, das eine vollständige Firmenanschrift enthalten sollte, bietet immerhin einen gewissen Schutz. Auch Bewertungen anderer Nutzer sollte man Beachtung schenken, wenn auch nicht alles zu glauben ist, was in Onlineforen verbreitet wird.