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25.05.2009, 21:13
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Angeschlagene Landesbank:
Kopper soll HSH Nordbank retten
Hilmar Kopper kehrt in die Finanzszene zurück. Nach FTD-Informationen übernimmt der frühere Chef der Deutschen Bank den Aufsichtsratsvorsitz der HSH Nordbank.
von Meike Schreiber (Frankfurt) und Reinhard Hönighaus (Brüssel)
Die Eignerländer Hamburg und Schleswig-Holstein wollen den Coup am Dienstag bekannt geben. "Es hat symbolischen Charakter, dass Kopper das jetzt macht. Damit hat die Bank eine Perspektive", hieß es aus dem Umfeld der Landesbank. Die Regierungen in Kiel und Hamburg wollten sich nicht äußern.
Kopper ist der erste Chefkontrolleur einer Landesbank, der nicht aus der Politik oder dem Sparkassenlager kommt. Seine Berufung illustriert somit auf personeller Ebene den tiefen Einschnitt, der den meisten Landesbanken bevorsteht. Derzeit haben Länder und Sparkassen noch das Sagen bei den Instituten. Im Zuge der Finanzkrise dringen der Bund und die Europäische Kommission jedoch auf einen Umbau des Sektors.
Kopper, der kürzlich 74 Jahre alt wurde, löst Wolfgang Peiner ab. Der ehemalige Hamburger Finanzsenator hatte bereits im Februar Fehler bei der Kontrolle des Instituts eingeräumt und seinen Rückzug angekündigt. Seitdem suchten die Eigner vergeblich nach einem Nachfolger - während die schwer angeschlagene Bank in der Schwebe hing: So ist der Vorstand des Instituts seit Wochen unterbesetzt. Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher amtiert zusätzlich als Finanzvorstand, Chief Executive Officer und Risikochef. Ohne Gewissheit über den neuen Aufsichtsratschef hatten sich aber keine neuen Manager für die Posten gefunden.
50 Mio. DM - nichts als "Peanuts": Hilmar Kopper
Hamburg und Schleswig-Holstein halten zusammen rund 60 Prozent an der Bank. Durch die vergangene Woche beschlossene, 3 Mrd. Euro schwere Kapitalerhöhung soll ihr Anteil auf rund 85 Prozent steigen. Die Anteile des Finanzinvestors J. C. Flowers und der regionalen Sparkassen würden dadurch verwässert. Ohne das frische Kapital droht dem Geldhaus die Schließung durch die Finanzaufsicht BaFin.
Was die Genehmigung der Milliardenhilfe betrifft, muss sich Kopper auf harte Verhandlungen mit Brüssel einstellen: EU-Wettbewerbskommissarin
Neelie Kroes würde nach FTD-Informationen gern sehen, dass Hamburg und Schleswig-Holstein mittelfristig die Kontrollmehrheit an ihrer Landesbank abgeben.
"Dies ist keine Vorbedingung für die Genehmigung der Rettungsbeihilfe, doch ein Eigentümerwechsel wird in den weiteren Verhandlungen Thema werden", hieß es in Verhandlungskreisen. Über die konkreten Schritte zur Sanierung der Bank wollen die Brüsseler Wettbewerbshüter in den kommenden sechs Monaten mit den Eignern verhandeln.
Teil 2: Große Angst im Umfeld der Bank
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Aus der FTD vom 26.05.2009
© 2009 Financial Times Deutschland,
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