FTD.de » Management + Karriere » Management » Wenig globale Mitarbeitersuche

Merken   Drucken   23.09.2008, 12:00 Schriftgröße: AAA

Arbeitsmarkt: Wenig globale Mitarbeitersuche

Unternehmen scheuen sich noch immer, auch im Ausland nach qualifizierten Arbeitskräften zu suchen. Dabei zwingt der Fachkräftemangel hierzulande, neue Strategien bei der Mitarbeiter- und Talentewerbung zu entwickeln. Das Recruiting über die Grenzen hinweg kommt aber nicht in Schwung. von Sabine Meinert
Nur elf Prozent der deutschen Firmen bemühen sich neben der Mitarbeitersuche hierzulande gezielt um Kandidaten aus anderen Ländern, wenn sie offene Stellen besetzen wollen. In anderen Industrieländern sind es immerhin 26 Prozent, so der aktuelle Workplace Survey des Personaldienstleisters Robert Half zu Trends auf dem Arbeitsmarkt.
Meh als 6000 Personal- und Finanzmanager aus 17 Ländern wurden zum Thema internationale Mitarbeiterwerbung gefragt. Und die Ergebnisse sind eindeutig: Der überwiegende Teil der Firmen verzichtet auf die weltweite Spezialistensuche. Damit gibt es am Arbeitsmarkt weniger Austausch als bisher angenommen.
"Ist das wirklich nötig?"
Hintergrund ist, dass vier von fünf Unternehmen die Notwendigkeit nicht sehen, sich um Talente außerhalb der deutschen Grenzen zu bemühen. Sie sind der Meinung, die Abwanderung ins Ausland habe sich kaum verstärkt, also müsse man hier auch nicht groß aktiv werden. Desweiteren: Für viele bedeutet internationale Mitarbeiterwerbung erheblichen Aufwand.
Zudem kritisiert jedes dritte Unternehmen, dass Kandidaten aus dem Ausland den deutschen Markt und lokale Besonderheiten zu wenig kennen. Ihnen fehle zudem ein berufliches Netzwerk. Auch mangelnde Sprachkenntnisse und das hohe Maß an Bürokratie sehen sie als Hindernisse.
Umfrageergebnisse zur Kontaktaufnahme mit ausländischen Bewerbern   Umfrageergebnisse zur Kontaktaufnahme mit ausländischen Bewerbern
Schauen Unternehmen sich doch nach Bewerbern im Ausland um, dann suchen sie vor allem Kandidaten mit internationaler Erfahrung (61 Prozent). Am häufigsten werden dazu Online-Jobbörsen oder die eigene Webseite genutzt. Ihre Chance auf internationalen Messen zu suchen, empfinden dagegen die meisten als Zeitverschwendung. Nur neun Prozent probieren auf diesem Weg, Spezialisten anzuwerben, so die Untersuchung.
Im "War for Talents" professionell präsentieren
"Der Trend zur internationalen Rekrutierung hat sich in der Realität noch nicht durchgesetzt", kommentiert Sven Hennige, Managing Director Central Europe bei Robert Half, die Ergebnisse der Umfrage. Und er rät: "Für Unternehmen, die international rekrutieren, ist eine professionelle Darstellung des Unternehmens unerlässlich. Wenn man die Besten der Besten auf dem weltweiten Markt auf sich aufmerksam machen will, ist es entscheidend, internationale Stellenanzeigen nicht nur korrekt zu übersetzen, sondern auch auf der Firmenwebseite entsprechend zu präsentieren und für jeden Interessenten zugänglich zu machen."
Die Studie Workplace Survey untersucht Karrieretrends und Arbeitsmarkt-Entwicklungen in 17 Ländern: Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hong Kong, Irland, Italien, Japan, Kanada, Luxemburg, Niederlande, Neuseeland, Schweiz, Spanien, Tschechische Republik und USA. Befragt wurden im Frühjahr 2008 insgesamt 6213 Personal- und Finanzmanager.
  • FTD.de, 23.09.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
enable2start+Gründerszene
  • Neue Software: Die Orderbird-Kasse schwärmt aus

    Orderbird erweitert seine Kassen-App. Die neue Version verbindet alle Geräte eines Restaurants und fasst ihre Umsätze in einem einzigen Tagesbericht zusammen. Zur Belohnung fliegen die Gründer mit allen Mitarbeitern nach Portugal. mehr

  14.05. Wissenstest Kennen Sie Nordrhein-Westfalen?

NRW hat einen neuen Landtag gewählt. Das Land zwischen Rhein und Weser hat viele Eigen- und Besonderheiten. Was wissen Sie über das größte deutsche Bundesland?

Mit welchem Versprecher erlangte die WDR-Moderatorin Carmen Thomas zweifelhafte Berühmtheit?

Wissenstest: Kennen Sie Nordrhein-Westfalen?

Alle Tests

  24.05. Kopf des Tages Sergio Marchionne - Der Puzzlemeister
Kopf des Tages: Sergio Marchionne - Der Puzzlemeister

Der Fiat-Chef hat den kleinen Autokonzern durch die Fusion mit Chrysler vor dem Untergang gerettet. Doch das reicht nicht. Nun holt er auch noch Mazda dazu mehr

 



  •  
  • blättern
MANAGEMENT

mehr Management

GRÜNDUNG

mehr Gründung

RECHT + STEUERN

mehr Recht + Steuern

KARRIERE

mehr Karriere

BUSINESS ENGLISH

mehr Business English

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote