Atlantikinsel in Not:Islands Präsident bittet um Gehaltskürzung
Skurriler Wunsch: Ólafur Ragnar Grímsson hat die Regierung um die sofortige Kürzung seiner Bezüge gebeten. Der Grund: Island droht die Pleite - und im Gegensatz zu seinem Land hat der Präsident keine finanziellen Engpässe zu befürchten.
Ólafur Ragnar Grímsson begründet seinen Schritt in einem Brief an Finanzminister Árni Mathiesen mit den "derzeitigen Problemen für unsere Nation". Das berichtete die Zeitung "Fréttabladid" am Montag. Hintergrund ist der zeitweilig drohende Staatsbankrott für die Atlantikinsel mit ihren 320.000 Einwohnern. Im Zuge der Finanzkrise und aufgrund ihrer risikofreudigen Kreditgeschäfte sind alle führenden Banken Islands zusammengebrochen.
Der frühere Linkssozialist Grímsson hatte das risikofreudige Geschäftsgebaren der Banken noch im Spätsommer gegen Kritiker als Ausdruck von "ausgeprägtem isländischem Unternehmungsgeist" verteidigt.
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Bilderserie: Inselstaat Island versinkt in Finanzkrise
Nach Zeitungsangaben bekommt Grímsson ein monatliches Gehalt von umgerechnet 10.000 Euro. Der gerade für eine vierte Amtszeit wiedergewählte Präsident ist seit 2003 mit der als sehr vermögend geltenden israelisch-britischen Geschäftsfrau Dorrit Moussaeiff verheiratet.
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