Auch die Nanos gibt es jetzt in bunt und die Speichergröße wurde auf bis zu acht Gigabyte verdoppelt.
Von Innovationen und Ideen reden Politiker immer gerne. Deutschland sei das "Land der Ideen", sagt der Bundespräsident, und die Bundeskanzlerin lässt sich von einem "Rat für Innovation und Wachstum" beraten. Die EU nimmt sich das Lissabon-Ziel vor, bis 2010 zum "wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum" der Welt zu werden. Innovation gilt als universeller Schlüssel zu mehr Wachstum.
Dass Innovationen gut für die Wirtschaft sind, ist auf den ersten Blick selbstverständlich. Das gilt aber nur für den Erfinder und das innovative Unternehmen selbst. Gesamtwirtschaftlich ist die Sache schon viel schwieriger - so waren die Ergebnisse von Wirtschaftswissenschaftlern lange Zeit nur wenig konkret.
Das Wesentliche hatte schon Adam Smith beschrieben: Innovationen hängen von der Größe des Marktes und der Arbeitsteilung der Menschen ab. Je mehr Menschen es gibt und je größer ihre Wirtschaftsleistung ist, umso größer ist auch die Wahrscheinlichkeit neuer Erfindungen.
Erst vor wenigen Jahren sind die Forscher wieder darauf zurückgekommen. In der Zwischenzeit galt das Wissen zwar als entscheidender Faktor für Wirtschaftswachstum. Aber man glaubte, es lasse sich nicht wirtschaftlich erklären.
Der schöpferische Zerstörer
Dabei gab es genügend Versuche, zu verstehen, wie Innovationen die Wirtschaft verändern. So formulierte Joseph Schumpeter, der österreichisch-amerikanische Ökonom, in den 30er-Jahren seine berühmte Idee vom schöpferischen Zerstörer. Danach ist die Wirtschaft geprägt von Innovatoren und Nachahmern.
Der Innovator verschafft sich kurzzeitig ein Monopol, das er nutzt, um Gewinn zu machen, bis er von Imitatoren eingeholt wird. Langer Patentschutz verlangsamt das Einholen und damit die Übertragung des neuen Wissens auf die Gesamtwirtschaft - "Spillovers" genannt.
Wenige Jahre später, unter dem Eindruck des Krieges, wurde Schumpeter skeptisch und glaubte, nur die Giganten könnten langfristig überleben. Das Ergebnis der Weltgeschichte wäre ein Konzern-Oligopol, weil sich Wissen anreichert und dem, der schon viel davon hat, nicht mehr einholbare Vorteile verschafft: das Modell der großen Pharma- und Automobilkonzerne.
Welches Bild trifft zu? In den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg dominierte die zweite Sichtweise, in Ost wie in West. Die großen Konzerne mit ihrer Massenproduktion galten als die Motoren der Entwicklung. Erst der Zusammenbruch des Sozialismus hat den schöpferischen Zerstörer wieder populär gemacht, wie der Entrepreneur-Forscher David Audretsch vom Max-Planck-Institut für Ökonomik in Jena betont.