Apple-Chef Steve Jobs am 09. September 2008 in San Francisco
Die Bauchspeicheldrüse ist nach den Worten von Endokrinologe Bornstein ein Organ, dass nicht nur für die Verdauung und den Stoffwechsel wichtig ist, sondern auch Hormone produziert. Es gebe Bauchspeicheldrüsentumore, die sehr agressiv seien. Bei diesen Formen liege die Überlebensrate für einen Patienten bei unter zehn Prozent nach fünf Jahren. Jobs sei aber offenbar an einer selteneren Form erkrankt, die sich vom Hormonsystem ableite. "Die Form hat eine wesentlich bessere Überlebenschance", sagt Mediziner Bornstein.
Diese Art der Erkrankung hat nach Auskunft von Charite-Experte Wiedenmann zwei Unterformen. Bei einer davon werden Hormone- etwa Insulin oder Gastrin - im Übermaß produziert. Das könne unter anderem zu Durchfall und Magendarmgeschwüren führen, was die Gewichtsverluste von Jobs möglicherweise erkläre. Therapiert werde in diesen Fällen oft mit sanfter Chemotherapie oder mit der Verabreichung künstlicher Hormone.
Falls bei Jobs, wie von Medien berichtet, tatsächlich die Bauchspeicheldrüse entfernt werden müsse, müsse er in Zukunft - wie ein Diabetiker - das fehlende Insulin ersetzen.