Kursinformationen und Charts
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Praktiker
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1,494 EUR |
[-0.072] |
-4,60% |
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MDAX
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10196,44 |
[-35.08] |
-0,34% |
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Grund für den Absturz ist ein strategisches Dilemma: Der langjährige Chef Werner hatte Praktiker Mitte des Jahrzehnts mit den 20-Prozent-auf-alles-Aktionen auf Börsenkurs getrimmt. Schon 2007 gab er zu, Rabatte zu häufig genutzt und die Umsatzrendite zerstört zu haben. Erst 2010 wurden sie gestoppt. Seither fehlt vielen ein Grund, bei Praktiker zu kaufen. Gleichzeitig rächt sich die Expansion in besonders riskante Auslandsmärkte. Praktiker ist stark in Griechenland, Rumänien und Bulgarien.
Was Fox vorhat, ist im Detail noch unklar. Aufsichtsrats- und Beraterkreisen zufolge hat er zunächst den Auftrag, den Bargeldabfluss zu stoppen und die Verluste zu reduzieren. Kurzfristig kann er die Waren in den übervollen Lagern zu Geld machen und die Kosten senken. Filialschließungen sind nicht ausgeschlossen.
Bei Karstadt profitierte sein Zahlenwerk auch vom Lohnverzicht der Angestellten. Ob es ähnliche Überlegungen für Praktiker gibt, ist unbekannt. Fox war bei Karstadt mit seinem Modalis-Kompagnon Josef Schultheis angetreten, der zeitweilig als Finanzchef diente. Kostensenkungen waren dort auch durch die Regeln des Insolvenzrechts erleichtert worden. In Summe gilt der finanzielle Neuanfang als gelungen.
Fox war offenbar einer der Ersten, die gefragt wurden, nachdem die akute Krise bei Praktiker offenkundig geworden war. Kreisen zufolge hatte er Personalberater zunächst auf ein Mandat bei einem kleineren Unternehmen verwiesen, an das er gebunden sei. Fox hatte offenbar aber damals bereits Interesse an dem prestigeträchtigen Auftrag gezeigt.