Siegfried Hischke leitet beim Kölner Versicherer HDI-Gerling Leben das Produktmanagement fürs Betriebsrentengeschäft und staunte nicht schlecht, als er die ersten Ergebnisse einer neuen Studie auf den Tisch bekam: Gemeinsam mit der Unternehmerzeitschrift Impulse hatte HDI-Gerling rund 800 Führungskräfte gefragt, wie sie es mit der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) halten - jetzt in der Finanzkrise. "Ich ging davon aus, dass das Thema derzeit hinten ansteht und dass Chefs vor allem ihre freiwilligen Leistungen zurückfahren", sagt Hischke.
Das Gegenteil ist aber der Fall: 82 Prozent der Befragten gaben an, dass die Finanzkrise sich nicht auf ihre Betriebsrentenstrategie auswirkt. Für weitere 14 Prozent wird die bAV jetzt sogar wichtiger. Nur vier Prozent halten sie für ein Thema, das in der Krise an Relevanz verliert.
Selbst von denjenigen, die ihre eigene Wirtschaftslage als besonders schlecht einstuften, gaben nur sechs Prozent an, dass sie das Rententhema nun erst einmal zurückstellen wollen. "Ich hätte deutlich mehr Zurückhaltung erwartet, gerade bei Beiträgen, die Chefs freiwillig zuzahlen", sagt Hischke. "Offenbar erkennen viele Mittelständler, dass es sich lohnt dranzubleiben."