Michael Bloomberg, ehemaliger Bürgermeister von New York
Die Spekulationen, dass er doch zur Präsidentschaftswahl antreten könnte, sind damit aber nicht vom Tisch. Sein Verhalten in den vergangenen Wochen deutet darauf hin, dass er eine Kandidatur vorbereitet. So traf sich der 65-Jährige mit Politikern in verschiedenen US-Staaten. Dabei äußerte er sich kritisch zu nationalen Themen, vor allem zur Bush-Regierung. "Ich denke, das Land steckt in Schwierigkeiten", sagte er. Die Reputation der USA leide unter einer Mentalität der Regierung, die vom Willen zu Alleingängen geprägt sei. "Wir sollten genau die andere Richtung einschlagen", sagt er.
Vorwürfe nach Großbrand
Der Bruch mit den Republikanern war absehbar. Bloomberg hat nichts gegen gleichgeschlechtliche Ehen, in New York gelten strikte Schusswaffengesetze, zu Abtreibung und Stammzellenforschung nimmt er eine liberale Haltung ein - alles Positionen, die quer zur Parteilinie liegen. Während Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger Bloomberg bereits als "exzellenten Kandidaten" bezeichnete, bereiten die Ausflüge in die nationale Politszene dem Stadtchef daheim erste Probleme.