Wie es weitergehe, sei offen. Womöglich ließe sich die Sache in ein oder zwei Jahren regeln, und sein Sohn kehre zurück ins Unternehmen, gab sich Darboven-Mehrheitseigner Albert Darboven zuversichtlich.
Allerdings galt Arthur Darboven bislang als einziger Kandidat für die Nachfolge an der Spitze des Hamburger Familienunternehmens, das mit Marken wie Idee und Mövenpick Kaffee, Eilles Tee oder Alfredo Espresso jährlich rund 300 Mio. Euro umsetzt. Mit dem abrupten Abgang des 44-jährigen Juniorchefs, der bereits 17 Prozent der Anteile an dem Unternehmen hält, klafft nun eine Lücke in der Führung. "Dann muss ich eben etwas mehr arbeiten", sagte Senior Albert Darboven, den Verbraucher aus TV-Spots für seinen Kaffee kennen. Sein Sohn beschränke sich bis auf Weiteres auf die Rolle als Kommanditist - ebenso wie sein Neffe, der ein Viertel der Firmenanteile halte.
Der Kaffeehersteller ist nur einer von etlichen Familienunternehmern, die Nachfolgeprobleme an der Firmenspitze haben. Häufig fällt es altgedienten und erfolgreichen Patriarchen schwer, von ihrer Macht zu lassen. "Ich kenne das Unternehmen seit 40 Jahren, da verlasse ich mich auf meine Lebenserfahrung", sagte Albert Darboven.