Dieter von Holtzbrinck
Die SWMH, zu der etwa die "Stuttgarter Zeitung" gehört und die eng mit dem Ludwigshafener Regionalzeitungskonzern Medien Union verbunden ist, will aber offenbar deutlich weniger als 500 Mio. Euro zahlen. Mit Satzungsklagen versucht die SWMH-Führung nun, potenzielle Mitbieter abzuschrecken und den von Credit Suisse geführten Verkaufsprozess zu torpedieren. Am 4. Dezember findet der nächste Gerichtstermin in München statt. Johannes Friedmann und die SWMH klagen, weil ihnen angeblich seit Frühjahr wichtige, verkaufsrelevante Informationen vorenthalten werden. Ein SWMH-Vertreter hatte bereits im Frühjahr angekündigt, man wolle "unbequemer Minderheitsgesellschafter" bleiben, falls man nicht zum Zuge komme.
Zu den weiteren Kaufinteressenten gehören der Kölner Verlag DuMont Schauberg, die Essener WAZ-Gruppe sowie die Beteiligungsfirmen Apax und Veronis Suhler Stevenson. Bei all den Unwägbarkeiten und der Blockadepolitik der SWMH rechne man sich kaum realistische Chancen aus, sagte ein Vertreter eines Kaufinteressenten der FTD.