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PSA-Chef Streiff dagegen unterwirft sich ungern Regeln, die ihn zu Dingen zwingen, die er für unvernünftig hält. Das war schon zu seiner Zeit als Airbus-Chef so. Er hat keine Lust, sich Sarkozy zu fügen, und er lässt es ihn spüren. "Nie im Leben werde ich mich derart verpflichten wie Herr Ghosn", sagt er mit direktem Seitenhieb auf den als Starmanager gefeierten Kollegen. "So etwas gehört nicht in die Überlegungen eines Konzernlenkers."
Das ist durchaus mutig, denn auch PSA ist auf die Staatshilfe angewiesen. Rund 450 Mio. Euro haben die PSA-Autobanken schon erhalten, um ihren Kunden weiter günstige Kredite anbieten zu können. Seit Tagen werben Peugeot und Citroën mit den staatlichen Prämien für Autokäufer. Aber
PSA möchte sich die Möglichkeit offenhalten, Kapazitäten einzuschränken - etwa im nicht ausgelasteten Kleinwagenwerk in Aulnay oder im Limousinenwerk Rennes, wo es ähnliche Probleme gibt. Gleichzeitig bestreitet der Konzern die Kritik der Regierung: Der Vorwurf mit dem Vorruhestand stimme ebenso wenig wie die Behauptung, dass immer mehr Peugeots in der Slowakei gebaut würden. Auch dem dortigen Werk habe PSA Kurzarbeit verordnet.
Bei dem Treffen habe der Präsident übrigens keinerlei Vorwürfe geäußert, sagt ein PSA-Sprecher. Die Begegnung sei positiv gewesen. So viel Diplomatie muss sein.