Zugriff von überall zu haben, um gleichzeitig am selben Projekt arbeiten zu können, verspricht Collaboration-Software
Was Jobscout24 da treibt, nennen Experten "Collaboration". Ein Trend: Nutzer sehen am Bildschirm, ob gerade ein Kollege im System arbeitet, und können direkt mit ihm kommunizieren. Dazu werden ergänzend Wikis, Foren oder soziale Netzwerke (siehe Kasten) genutzt.
Chefs zweifeln an den virtuellen Arbeitsforen
Mehr als 80 Prozent der IT-Chefs wollen in den nächsten Jahren in Collaboration-Anwendungen investieren, heißt es in einer Studie des Technologie-Analysten Berlecon. Sie wissen nur nicht, ob das was bringt. Laut Forrester Research zweifeln zwei Drittel der Unternehmenschefs an der Effektivität der Online-Gruppenarbeit.
Diese Sorge sei durchaus begründet, sagt IT-Berater Matthias Rückel. Wenn Angestellte mit Programmen herumspielen, statt zum Telefonhörer zu greifen, geht Zeit verloren. Und der Überblick - zumindest für die Chefs, falls ihre Leute auf eigene Faust basteln. "Da wird viel herumexperimentiert", sagt IT-Berater Ulrich Kampffmeyer.
Chaotisch könne es werden, wenn Angestellte kostenlose Programme aus dem Internet herunterladen. "Systeme, die frei erhältlich sind, entziehen sich häufig jeder Kontrolle." Kampffmeyer rät Unternehmern, sich genau zu überlegen, wofür sie Collaboration überhaupt brauchen. Oft würden Plattformen wie Google Docs durchaus genügen.