Constantin-Chef Fred Kogel hat noch Großes vor
Erst am Mittwoch war bekannt geworden, dass das Kartellamt EM.Sport erlaubt hat, seinen Anteil an Highlight auf 37,6 Prozent aufzustocken. Indirekt ist die Münchner Gesellschaft so mit knapp 36 Prozent an Constantin beteiligt. Nach deutschem Aktienrecht ist bei einer Beteiligung über 30 Prozent ein Übernahmeangebot fällig. Ob dies auch bei Constantin gilt, prüft derzeit die Finanzaufsicht BaFin.
Fred Kogel begründete seinen Rückzug bei Constantin mit seiner persönlichen Lebensplanung. In den kommenden Jahren gehe es bei Constantin um "langfristige strategische Weichenstellungen, die eine Vertragslaufzeit von mindestens drei weiteren Jahren erfordern". Für einen solchen Zeitraum stehe er nicht mehr zur Verfügung, so Kogel. Stattdessen wolle er eine "eigene Unternehmensgruppe aufbauen". Mehr verriet der Manager nicht.
Kogel kennt den Medienmogul Leo Kirch gut: Nach mehreren Jahren als ZDF-Unterhaltungschef war Kogel 1995 an die Spitze des Kirch-Privatsenders Sat 1 gewechselt. Von 2001 bis 2002 war er stellvertretender Geschäftsführer von Kirchs Holding Kirch Media und saß im Aufsichtsrat der Konzerntochter Pro Sieben Sat 1. Nach dem spektakulären Zusammenbruch des Kirch-Imperiums übernahm Kogel 2003 von Bernd Eichinger die Führung bei Constantin. Er baute die Münchner Gesellschaft zum erfolgreichsten deutschen Filmproduzenten und -verleiher aus - bei dem Kirch durch seine Beteiligungen nun wieder an Einfluss gewinnt.