FTD.de » Management + Karriere » Management » Lasst es Updates und Speicherplatz regnen!

Merken   Drucken   16.05.2011, 11:21 Schriftgröße: AAA

Datenabonnement: Lasst es Updates und Speicherplatz regnen!

Cloud-Computing kann die Effizienz steigern und helfen, Kosten einzusparen. Aber nur, wenn der webbasierte Datenservice zum Geschäftskonzept passt. von Stefanie Bilen
Schreibblock und Stift waren lange die wichtigsten Utensilien für die 14 Außendienstler des Münchner Modegroßhändlers Trendmark Fashion. So notierten sie die Bestellungen der Einzelhändler, um sie anschließend per Telefon oder Fax an die Zentrale durchzugeben. Dort erfassten Kollegen der Bestellannahme die Aufträge, trugen sie ins Computersystem ein und veranlassten die Lieferungen. Vorausgesetzt, die Innendienstler konnten das Gekritzel der Kollegen lesen. "Ein ineffizientes Prozedere, das Zeit und Geld kostete", sagt Trendmark-Geschäftsführer Martin Mairinger. Ganz zu schweigen von verärgerten Kunden, denen die Verkäufer Waren versprochen hatten, die gar nicht mehr am Lager waren.
Jetzt gehen die Außendienstler mit Notebooks und iPads zu den Kunden und übermitteln die Bestelldaten direkt an den Innendienst. Für die dafür nötige Software hat Trendmark-Chef Mairinger keinen Euro bezahlt. Er benutzt einen sogenannten Cloud-Computing-Dienst und bezahlt so nur für die Nutzung dieser Dienstleistung.
Cloud-Computing - Da wächst was   Cloud-Computing - Da wächst was
Bislang ging es bei Cloud-Computing vor allem darum, Daten via Web in entfernten Rechnerparks zu speichern. Inzwischen nutzen aber immer mehr Unternehmer wie Mairinger die Datennetze in der "Wolke" für firmentypische Anwendungen. Der Branchenverband Bitkom und die Marktforscher der Experton Group erwarten eine Steigerung des Cloud-Umsatzes mit Geschäftskunden von heute 1,9 Mrd. Euro auf 8,2 Mrd. Euro im Jahr 2015.
Viele Unternehmen zögern aber noch immer, Lohnbuchhaltungsprogramme oder Kundenmanagementsoftware aus der Wolke zu nutzen, weil sie Sicherheitsbedenken haben. Dabei vertrauen schon längst viele Menschen ihre sensiblen Daten einem Cloud-Computing-Dienst an, etwa wenn sie als Privatperson ein webbasiertes Mailprogramm nutzen. "Im Mittelstand sind die Vorbehalte gegenüber Cloud-Computing ausgesprochen groß", sagt Markus Vehlow, Fachmann für Cloud-Computing bei PricewaterhouseCoopers.
Plattform-, Software- und Infrastrukturwolken Grundsätzlich lässt sich Cloud-Computing in zwei Arten unterscheiden: Mit "Software as a Service" und mit "Platform as a Service" sind reine Anwendungen gemeint, die via Internet-Datenleitung genutzt werden. Bei "Infrastructure as a Service" kommen angemietete Speicherkapazitäten und Server hinzu.
Zu den vorteilen des Cloud-Computing zählt, dass es ein rein nutzungsabhängiges Modell ist, bei dem nur die wirklich verbrauchten IT-Ressourcen berechnet werden. Das stimmt allerdings nur zum Teil, da viele Dienste wie ein regelmäßiges Abonnement abgerechnet werden: Grundgebühr plus Betrag pro Nutzer, Nutzung oder Gerät.
So zahlt etwa auch Trendmark-Fashion-Chef Mairinger für den Dienst Windows Azure von Microsoft 20 Euro Monatsbetrag pro Außendienstler, plus Gebühren für die geleasten mobilen Endgeräte und die Datenübermittlung. Cloud-Computing ermöglicht einen schlanken Arbeitsablauf: Das direkte Einspeisen von Aufträgen sorgt für effizientere Versand- und Logistikprozesse, die Auslieferungstermine können dadurch deutlich verkürzt werden. Und der Vertrieb hat mehr Zeit für Kundenbesuche.

Teil 2: Immer die aktuellste Software nutzen

  • FTD.de, 16.05.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
enable2start+Gründerszene
  • Neue Software: Die Orderbird-Kasse schwärmt aus

    Orderbird erweitert seine Kassen-App. Die neue Version verbindet alle Geräte eines Restaurants und fasst ihre Umsätze in einem einzigen Tagesbericht zusammen. Zur Belohnung fliegen die Gründer mit allen Mitarbeitern nach Portugal. mehr

  14.05. Wissenstest Kennen Sie Nordrhein-Westfalen?

NRW hat einen neuen Landtag gewählt. Das Land zwischen Rhein und Weser hat viele Eigen- und Besonderheiten. Was wissen Sie über das größte deutsche Bundesland?

Mit welchem Versprecher erlangte die WDR-Moderatorin Carmen Thomas zweifelhafte Berühmtheit?

Wissenstest: Kennen Sie Nordrhein-Westfalen?

Alle Tests

  24.05. Kopf des Tages Sergio Marchionne - Der Puzzlemeister
Kopf des Tages: Sergio Marchionne - Der Puzzlemeister

Der Fiat-Chef hat den kleinen Autokonzern durch die Fusion mit Chrysler vor dem Untergang gerettet. Doch das reicht nicht. Nun holt er auch noch Mazda dazu mehr

 



  •  
  • blättern
MANAGEMENT

mehr Management

GRÜNDUNG

mehr Gründung

RECHT + STEUERN

mehr Recht + Steuern

KARRIERE

mehr Karriere

BUSINESS ENGLISH

mehr Business English

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote