Kasper Rorsted: Der Däne ist seit April dieses Jahres Vorstandschef von Henkel
Seit gut einem Jahrzehnt hat sich Personalberatern zufolge auch bei den meisten Aufsichtsräten die Erkenntnis durchgesetzt, dass ihre Gremien internationaler besetzt werden müssen. "Die deutschen Unternehmen brauchen für die Herausforderungen, die vor ihnen liegen, Ausländer, um globale Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln und mit verschiedenen Erfahrungshintergründen besser beurteilen zu können", sagt Bernd J. Wieczorek, Deutschlandchef des Personalberaters Egon Zehnder.
Den ersten Platz unter den multinationalsten deutschen Konzernen nimmt derzeit Fresenius Medical Care (FMC) ein. Im Vorstand haben sechs von sieben Manager einen ausländischen Pass. Damit toppt FMC auch die meisten Unternehmen aus Europa. Weit abgeschlagen sind dagegen andere Vorzeigekonzerne wie
BMW ,
Continental ,
Daimler . Unter den Autoherstellern beweist allein
Volkswagen mit zwei ausländischen Vorständen Internationalität, allerdings kommt mit Finanzchef Hans Dieter Pötsch einer aus Österreich. Und
Daimler -Boss
Dieter Zetsche ist zwar in der Türkei geboren, aber ist zweifelsohne ein Deutscher durch und durch.
ThyssenKrupp setzt auf deutsche Manager
Selbst international breit aufgestellte Konzerne wie
ThyssenKrupp glauben, ohne Ausländer im Spitzengremium auskommen zu können. "Ein Ausländer würde das Gremium sehr bereichern", sagt ein Managementberater. ThyssenKrupp geht derzeit einen anderen Weg. Der Konzern hat mit Edwin Eichler und Olaf Berlien zwei Vorstände für mehrere Monate in den Nahen Osten geschickt, damit die Manager dort Geschäfte aufbauen.