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Merken   Drucken   13.09.2011, 06:00 Schriftgröße: AAA

Der digitale Konsument: In Zukunft immer mit dem Kunden vernetzt

Das Internet wird immer mobiler. Das geht auch an Unternehmen nicht spurlos vorüber: Sie müssen sich auf eine neue Kommunikation mit ihren Kunden einstellen. von Gabriele Herrmann und Matthias Peterhans (TNS Infratest) 
Das Internet erfindet sich neu. Kaum, dass es auf den klassischen Computern zuhause und am Arbeitsplatz angekommen ist, wird es - mit erstaunlicher Geschwindigkeit - immer mobiler. Bereits 2009 stellte die Delphi-Studie "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien" des Münchner Kreises und namhafter Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft fest, dass spätestens im Jahr 2019 das Internet und seine Dienste überwiegend mobil genutzt werden.
Vorteil für Unternehmen und Führungskräfte: Vernetzt zu sein   Vorteil für Unternehmen und Führungskräfte: Vernetzt zu sein
Für Unternehmen bedeutet das: Sie müssen sich einer zunehmend vernetzten und vermehrt mobilen Welt stellen. Kunden sind häufig informierter als das Unternehmen selbst. Auch existieren schon sehr kreative und erfolgreiche Angebote in ganz unterschiedlichen Kategorien, die durch ihre Inszenierung auf einem Smartphone für den Nutzer einen tatsächlichen Mehrwert haben.
Mobile Endgeräte stärker im Visier
Für jedes Unternehmen stellt sich also die Frage: Wie soll eine digitale Strategie aufgebaut sein, die diese Entwicklungen aufgreift? Welche Geräte und Plattformen müssen für die mobile Welt berücksichtigt werden? In vielen Unternehmen herrscht zunächst Ratlosigkeit darüber, wie man das bisherige Geschäft erfolgreich in die mobile Welt überträgt. Doch eines wird zunehmend deutlich: Es wird nicht darum gehen, das bisherige Geschäft eins zu eins auf das mobile Internet zu übertragen. Vielmehr wird es darum gehen, wie bestehende Angebote so aufgebaut sein können und sollen, dass sie auf einem mobilen Endgerät aus Sicht der Nutzer wirklich sinnvoll, ansprechend, pfiffig und auch bei kleineren Bildschirmgrößen gut bedienbar sind. In jedem Fall sollten sie so gemacht sein, dass Menschen sie auch immer wieder nutzen wollen.
Um das erfolgreich umsetzen zu können, ist einiges an Vorwissen erforderlich: Welche tatsächliche Bedeutung hat ein "mobiles Endgerät" für den Nutzer? Wie nutzt eine Person ihr Smartphone? Wann, wie oft, wo und wie lange und warum? Mit derartigen Informationen entsteht ein gutes Gespür für die Zielgruppe und damit für Dinge und Angebote, die wirklich wichtig und relevant sind.
Daneben wird es zunehmend bedeutender zu verstehen, was die eigentlichen Stärken der einzelnen Spielarten unter den mobilen Endgeräten sind. Was unterscheidet ein Smartphone von einem Tablet-PC? Warum könnte ein Mensch sogar beides brauchen?
Inhalte immer und überall verfügbar
Schnell wird klar, dass Menschen durch die neue Generation mobiler Endgeräte offensichtlich besser als früher in der Lage sind, ihre Bedürfnisse auszuleben.
Moderne Smartphones erlauben es heute dem Nutzer, ganz unterschiedliche Bedürfnisse in nahezu jeder Situation auszuleben. Über eine App oder den mobilen Internetbrowser kann nahezu jeder gewünschte Inhalt sofort bezogen werden. Nehmen wir zum Beispiel das Thema Social Networking. 14 Prozent der deutschen Handynutzer rufen zumindest ab und zu den Status ihrer Social Media Accounts mobil ab. Beobachtet man nun diejenigen Handynutzer, die ein modernes Smartphone mit einem Android oder Apple Betriebssystem haben, so zeigt sich, dass durchschnittlich 110 Minuten in sozialen Netzwerken über Smartphones verbracht werden. Und das drei- bis viermal täglich. Das Bedürfnis nach sozialer Interaktion ist somit sehr hoch und wird sehr regelmäßig ausgelebt. Übrigens fast ausschließlich über Apps, nicht über den mobilen Browser.

Teil 2: Wo das weitere Potenzial mobiler Endgeräte liegt

  • FTD.de, 13.09.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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