Mit Größe und Ausstattung von Arbeitsplätzen lässt sich auch die Hierarchie-Ebene verdeutlichen
Für den Chef das Größte
Hierarchien spielen bei der Arbeitsplatzgestaltung eine Rolle. Ein Sachbearbeiter wird ein weniger repräsentatives und kleineres Büro zugewiesen bekommen als der Geschäftsführer einer Firma. Was angemessen ist, entscheidet jedes Unternehmen für sich. Klar ist aber: Ein Chefarbeitsplatz muss seine Autorität unterstreichen. Deshalb sitzen die Konzernspitzen meist in den oberen Etagen, in Eckbüros mit viel Licht und tollem Blick. Passend zu den gewichtigen Entscheidungen, die hier möglicherweise getroffen werden, gibt es häufig schwere Möbel.
"Schon beim Betreten des Raums soll Mitarbeitern wie Besuchern klar werden. Hier sitzt jemand, der etwas zu sagen hat. Denn heutzutage verfügen nur wenige Führungskräfte über eine derart starke natürliche Autorität, dass dies auch ohne eine große und entsprechend ausgestattete Unternehmenslenker-Schaltstelle deutlich wird", sagt Wegner, ergänzt aber auch, dass dieses durchaus kontrovers diskutiert wird.
Lila oder beige - ist nicht mehr die Frage
Farben spielen bei der Ausgestaltung von Büros und Arbeitsplätzen aus Erfahrung der Experten inzwischen keine Rolle mehr. Starkes Rot, stylisches Lila, beruhigendes Grün oder kühles Blau - gewählt wird mittlerweile, was gefällt, unabhängig von vermeintlichen psychologischen Wirkungen. "Zu stark sind die persönlichen Vorlieben, als dass man sie in zu bevorzugende Farbskalen pressen könnte", so Wegner. Der Trend gehe weiter zu hell und freundlich - also allen Varianten von Beige, Weiß und Gelb.
"Der Erfolg der Firma hängt großenteils vom individuellen Wohlbefinden der Angestellten ab. Ich plädiere daher dafür, die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz oder ihr Büro selbst einrichten zu lassen - abgesehen von Schreibtisch, Stuhl und Arbeitsmitteln, die ja meist der Arbeitgeber stellt."