FTD.de » Management + Karriere » Management » Captcha-Ad- Das Quartal von November 2009 bis Januar 2010

Merken   Drucken   04.03.2010, 08:00 Schriftgröße: AAA

Die Bilanzen der Gründer: Captcha-Ad- Das Quartal von November 2009 bis Januar 2010

Mit den ersten Pilot-Kampagnen erzielte das junge Unternehmen für innovative Werbung im abgelaufenen Quartal bereits einen fünfstelligen Umsatz. Und auch die Bilanz auf dem Geschäftskonto war positiv, obwohl die publizierten Zahlen einen anderen Eindruck machen. von Thomas Clark
Eine Erläuterung ist Gründer Jan Philipp Hinrichs besonders wichtig: "Unterm Strich kam mehr Geld in die Kasse als herausging." Captcha-Ad hatte einen "positiven Cashflow" würden Finanzexperten dazu sagen.
Dies hat allerdings damit zu tun, dass sich Hinrichs und seine Mitgründer Thomas Zumtobel sowie Michael Keferstein kein Gehalt zahlen, den Großteil ihrer bisherigen Reisekosten privat decken und keine Mietkosten für ihr Büro zahlen. Aus diesem Grund lagen die eigentlichen Ausgaben im Quartal bei nur 19.907 Euro.
CaptchaAd   CaptchaAd
In dieser Bilanz stehen darüber hinaus 18.000 Euro als kalkulatorische Kosten. Um die Rentabilität ihres Start-ups korrekt darstellen zu können, wurden monatlich jeweils 2000 Euro für Hinrichs und Keferstein als fiktives Gehalt veranschlagt. Für Zumtobel wurden nur 1000 Euro veranschlagt, weil dieser lediglich 50 Prozent seiner Arbeitszeit für Captcha-Ad aufwendet. Den Rest der Zeit widmet er seiner zweiten Firma, einem Web-Dienstleister.
Darüber hinaus hat Zumtobel vorläufig gratis Räume in seinem Unternehmen als Bürofläche für Captcha-Ad zur Verfügung gestellt. Samt Parkplatz würden diese rund 500 Euro pro Monat kosten, schätzt Hinrichs. Entsprechend wurde auch dieser Betrag auf die tatsächlichen Aufwendungen aufgeschlagen Weitere 500 Euro fallen für Reisekosten an, die die Gründer bislang nicht mit der Gesellschaft verrechnet haben. Nicht zuletzt, weil sie oft Geschäftstermine mit privaten Reisen verknüpften.
Einnahmen:
Einnahmen
November 15.000 Euro
Dezember 7500 Euro Januar 3500 Euro
Gesamt 26.000 Euro
Ausgaben:
November 19.607 Euro
Dezember 7420 Euro
Januar 10.880 Euro
Gesamt 37.907 Euro
Der Löwenanteil der kontowirksamen Aufwendungen ging an Betreiber von Webseiten, auf denen Captcha-Ad Werbe-Kampagnen durchgeführt hat, beispielsweise die Schüler-Plattform Spickmich und des Online-Spiels " Pennergame.
Die übrigen Quartalsausgaben waren marginal. Etwas mehr als 300 Euro zahlte Hinrichs für den Server, auf dem die Website läuft und rund 500 Euro für Büromaterial. Weitere 1200 Euro kostete der Anwalt, der sich um die Patentierung der Captcha-Ad-Technologie kümmerte. Allerdings ist dies nur ein kleiner Teil der Patentierungskosten. Den Großteil musste das Start-up bereits in den vorhergehenden Monaten aufbringen.
Einkünfte erzielte Captcha-Ad durch Werbekampagnen, unter anderem für den Filmkonzern Universal Pictures sowie einen Handy-Dienstleister. Captcha-Ad erhielt dafür jeweils Fixbeträge. Im Gegenzug hatten die Werbepartner Anspruch darauf, dass die Werbevideos solange online bleiben, bis eine bestimmte Menge an Klicks erreicht wurde.
Zum 31. Januar 2010 befanden sich auf dem Geschäftskonto von Captcha-Ad 40.407 Euro. Schulden hatte die GmbH keine.
  • FTD.de, 04.03.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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