Wenn die Motivation nachlässt, steigt die Gefahr der inneren Kündigung: Motivpyramide nach Maslow
Studierende der Heidelberger Hochschule und der Universität Tübingen wollen jedoch mehr dazu herausfinden. Sie suchen deshalb Teilnehmer für eine anonyme Befragung, um Ursachen und Ausprägungen der inneren Kündigung zu erforschen. Zunächst sollen Daten zur individuellen Arbeitssituation gesammelt werden, um anschließend das Ausmaß der inneren Kündigung zu bewerten. Dies könne ein erster Schritt sein, einen Ausweg zu finden.
Situation veränderbar?
Das Forschungsteam aus Heidelberg und Tübingen verweist dabei auf den Neurologen und Psychiater Viktor Frankl, der die Existenzanalyse begründete und den Sinn des Lebens hinterfragte. "Wenn wir die Situation nicht ändern können, müssen wir uns selbst ändern", war Frankls Fazit. Das tun viele Betroffene in ihrer besonderen Situation - nur eben in eine unerwünschte Richtung, sagen die Experten.
Die innere Kündigung ist den Angaben der Wissenschaftler zufolge ein bewusster, aber stillschweigend vollzogener Schritt. Betroffene Mitarbeiter seien - ausgelöst durch einen konkreten Vorfall oder steigende Unzufriedenheit über einen längeren Zeitraum - nicht mehr bereit, sich voll für ihren Arbeitgeber einzusetzen. Sie reduzierten letztendlich ihre Bemühungen auf das Notwendigste.
Betroffene fallen kaum auf
Wichtig dabei: Diesen Prozess vollziehen die Betroffenen meist sehr unauffällig, da sie ihren Job behalten möchten. In kleinen Schritten "verabschieden" sich die Angestellten. Werden Unternehmen mittelfristig nicht darauf aufmerksam, geht ihnen ein Großteil der Arbeits- und Leistungsfähigkeit ihres Mitarbeiters verloren.
Die Ursachen können jedoch auch außerhalb des Unternehmens liegen. Neben den Kollegen und dem Vorgesetzten können auch Unternehmensführung, Firmenkultur und die gesellschaftliche Anerkennung der verrichteten Arbeit eine Rolle spielen. Häufig spielen viele Faktoren zusammen.
Personaleinschnitte demotivieren besonders