Der US-Milliardär Warren Buffett gab am Dienstagabend neue Investments beim zweitgrößten US-Finanzininstitut Bank of America und dem Medienkonzern Dow Jones bekannt. Zu Buffetts Firmenimperium Berkshire Hathaway gehören mehr als 70 Unternehmen, die unter anderem Eiskrem, Unterwäsche und Farben herstellen. Der Wert der gesamten Aktien- und Anleihenpakete des Konzerns beläuft sich dem jüngst vorgelegten Quartalsbericht zufolge per Ende Juni auf knapp 100 Mrd. $. Buffett, dessen Privatvermögen auf mehr als 50 Mrd. $ geschätzt wird, bevorzugt große Firmen mit einer klaren Ausrichtung und stabilen Einnahmen, deren Aktienkurs als unterbewertet gilt.
Der 76-Jährige erklärte in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht, bis zum 30. Juni Aktien der Bank of America im Wert von 425,3 Mio. $ erworben zu haben. Auch die Beteiligungen an den Instituten Wells Fargo und US Bancorp seien gestiegen. Allein der Anteil an Wells Fargo beläuft sich auf rund 9 Mrd. $. Buffetts Imperium stockte auch die Beteiligungen an den Pharmafirmen Johnson&Johnson und Sanofi-Aventis auf.
An Dow Jones hielt der Milliardär einen Monat vor der Besiegelung der Übernahme durch Rupert Murdoch Aktien im Wert von knapp 160 Mio. $. Zu welchem Preis er eingestiegen war, teilte Buffett nicht mit. Murdoch bietet einen Aufschlag von mehr als 60 Prozent auf den Dow-Jones-Kurs vor Beginn der Übernahmesaga. Buffett darf die Beteiligungen seines Konzerns stets mit leichter zeitlicher Verzögerung veröffentlichen, damit andere Investoren ihm seine Investitionsstrategien nicht sofort nachmachen können. In der Regel steigen die Kurse der betroffenen Firmen nach Bekanntwerden der Aktienpakete.