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Merken   Drucken   13.09.2009, 16:00 Schriftgröße: AAA

Digitale Dokumente: Brüssel promotet E-Rechnung  

Die EU will einheitliche Standards für elektronische Rechnungen. Europaweit könnten Firmen auf diesem Wege Papier und Verwaltungskosten einsparen. In Deutschland sind es nur vier Prozent der Firmen, die auf elektronische Rechnungen setzen. von Wilko Steinhagen
Es klingt verlockend, was Brüssel vorschlägt: Europaweit sollen künftig die technischen Standards und Gesetze zur elektronischen Rechnungsstellung vereinheitlicht werden. Insgesamt 18 Mrd. Euro könnten die Unternehmen dadurch an Verwaltungskosten einsparen, rechnet Brüssel vor.
Noch ist das allerdings Zukunftsmusik. Jährlich werden innerhalb der EU etwa 28 Milliarden Rechnungen verschickt - und nur ein Bruchteil davon elektronisch. Selbst in Skandinavien, das führend im elektronischen Rechnungsversand ist, liegt die Quote bei nur 12 Prozent. In Deutschland sind es magere vier Prozent, wie der finnische IT-Dienstleister Itella Information Logistics-Gruppe unlängst herausfand.
Im europäischen Vergleich hat Deutschland die höchsten Anforderungen an eine elektronische Rechnung. Als PDF verschickte Rechnungen sind grundsätzlich nicht gültig. Eine E-Mail, der eine Rechnung im PDF-Format angehängt worden ist, muss vom Absender mit einem elektronischen Fingerabdruck versehen werden. Der Empfänger der Mail muss sich dann die Echtheit dieser Signatur von einem staatlichen Dienstleister - einem sogenannten Trustcenter - bestätigen lassen, weil der Fiskus die Rechnung sonst nicht anerkennt und damit dann der Vorsteuerabzug entfällt.

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  • FTD.de, 13.09.2009
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