Effektivitätsfaktor: Der Umgang des Chefs mit den Mitarbeitern
Erfolgreichen Führungskräften gelingt es nach Meinung der Autoren, ihre eigenen Gehirne mit denen ihrer Mitarbeiter gewissermaßen zusammenzuschließen und daraus ein System zu machen. Sie können sich besonders gut in andere hineinversetzen und deren Stimmungen erkunden. Dadurch schaffen sie es, deren Gehirne zu beeinflussen und dort positive Gefühle und Einstellungen zu verstärken. Die Folge ist: Die Mitarbeiter unterstützen die Ziele und Aktivitäten ihrer Vorgesetzten.
Was den Beigeschmack von Manipulation und Gehirnwäsche hat, basiert vor allem auf der Erkenntnis, welche Rolle die sogenannten Spiegelneuronen im Gehirn spielen. Sie sind verantwortlich dafür, dass im Gehirn eines Menschen, der einen anderen bei einer Tätigkeit beobachtet, die gleichen Zellen aktiv sind, wie bei dem, der eigentlich aktiv ist. Wer Tänzer auf einer Bühne beobachtet, aktiviert dieselben Gehirnbereiche, wie der Tänzer selbst.
Mitarbeiter, die ihre Vorgesetzten beobachten und deren Stimmung und Verhalten unbewusst wahrnehmen, lassen sich davon anstecken - im guten wie im schlechten Sinn. Ein Chef, der oft lacht und einen lockeren Umgangston pflegt, verbessert auch die Stimmung in seinem Team. Dort wird häufiger gelacht und die Arbeit macht allen mehr Spaß. Die Folge: Die Leistung aller steigt. Fabio Sala, Berater und Forscher im McClelland Centre for Research and Innovation der Hay Group, hat festgestellt, dass besonders gute Führungskräfte drei Mal häufiger lachen, als die mittelmäßigen.
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