Bislang stellen nur wenige deutsche Unternehmen Budgets für den Aufbau einer Arbeitgebermarke zur Verfügung. Entsprechende Investitionen planen nur 36 Prozent der Unternehmen, ergab eine Expertenbefragung der Medienagentur Index, die die Angaben von knapp 200 Spitzenmanagern deutscher Firmen auswertet.
Mehr als die Hälfte der Firmen stellt für die Pflege der Arbeitgebermarke nicht mehr als 10.000 Euro pro Jahr an. "Wenn man bedenkt, wie viel Geld Unternehmen für Stellenanzeigen oder Personalberater ausgeben, wird deutlich, dass die Möglichkeiten von Employer Branding noch nicht genutzt werden", so Franziska Berge, Agenturchefin von Index.
"Employer Branding" als wichtiger Trend
Trotz der mangelnden Investitionsbereitschaft halten die meisten Unternehmen das Thema Employer Branding für besonders relevant - 70 Prozent sehen einen wichtigen Trend darin, potenzielle Mitarbeiter auf die eigene Firma aufmerksam zu machen, ergab die Umfrage. Den meisten befragten Managern ist klar: Bekanntheit, Glaubwürdigkeit und ein allgemein guter Ruf sorgen nicht nur für Kunden, sondern auch für einen Zulauf an Spezialisten. Wie auch Studien der Deutschen Employer Branding Akademie (DEBA) zeigen, erzielen die Unternehmen per Employer Branding zudem bei den bereits beschäftigten Mitarbeitern mehr Identifikation, Engagement und Erfolg. Sie sind rundum "the employer of choice" - auch wenn dieser Erfolg nur schwer messbar und bisher selten belegt ist.