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Merken   Drucken   21.05.2007, 07:00 Schriftgröße: AAA

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Der Maschinenbauer Wampfler beteiligt die Belegschaft am Unternehmen - seitdem freut er sich über bessere Bilanzen und motiviertere Mitarbeiter. Für die Angestellten bleibt ein Restrisiko. von Hans C. Müller
Vorbereitung eines kompletten Wampfler Leitungswagen-Systems zur ...   Vorbereitung eines kompletten Wampfler Leitungswagen-Systems zur Installation auf einem Hafenkran
So hohe Zinsen gebe es sonst nirgends, sagt Andreas Wöhrle: fast 15 Prozent waren es vergangenes Jahr. Da hat auch Wöhrle zugeschlagen. Ohne Angst, einem Betrüger aufzusitzen, der renditehungrige Spekulanten ausnehmen will. Er weiß ja, wem er sein Geld anvertraut: seinem Arbeitgeber Wampfler.
Der Maschinenbauer aus Weil am Rhein bietet seinen Mitarbeitern seit 2004 Beteiligungsscheine an, mit denen sie ihr Geld im eigenen Unternehmen anlegen können. Auf die Einlage gibt es einmal pro Jahr gewinnabhängige Zinsen, durchschnittlich fast zehn Prozent.
Mittlerweile besitzt jeder dritte der 500 Mitarbeiter Beteiligungsscheine, an deutschen Standorten sogar jeder zweite. "Der finanzielle Anreiz motiviert zusätzlich bei der Arbeit", sagt Wöhrle, Teamleiter für Auftragsabwicklungen.
Auf diese Motivation verzichten die meisten deutschen Unternehmen. Erst zwei Prozent beteiligen ihre Mitarbeiter am Firmenkapital, hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ermittelt. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich weit hinten. In Großbritannien macht fast jeder vierte Betrieb mit.

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  • FTD.de, 21.05.2007
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