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Merken   Drucken   14.10.2008, 17:45 Schriftgröße: AAA

Enable: Was uns der Dollar schert  

Andere Länder, andere Devisen: Um unabhängig zu werden vom Auf und Ab der Währungen, sichern international agierende Mittelständler sich ab. Dabei greifen sie oftmals zu Devisentermingeschäfte mit verschiedenen Optionen. von Friederike Meier-Burkert
Urs Müller-Ortolf hat wenig Vertrauen in die US-Wirtschaft. "Der Dollar wird sich bschwächen", prophezeit der Finanzleiter von Erco-Leuchten. Eigentlich beunruhigend. Denn der Hersteller von Lichtsystemen produziert ausschließlich in Deutschland, erzielt 80 Prozent seiner Umsätze von zuletzt 163 Mio. Euro im Ausland und wickelt einen bedeutenden Teil seiner Geschäfte in Dollar ab. Aber dessen Kurs interessiert Müller-Ortolf nicht: "Das ist für dieses Jahr alles abgesichert."
Bis 2003 wurde generell in Euro umgerechnet, internationale Vertriebstöchter mussten sämtliche Risiken tragen. Heute rechnen die Ländergesellschaften grundsätzlich in der jeweiligen Landeswährung, das gesamte Währungsmanagement wurde in die Erco-Zentrale nach Lüdenscheid verlagert. "Dadurch können wir heute mehrere Währungen parallel managen und erzielen durch die höheren Volumina auch bessere Konditionen", sagt Müller-Ortolf.
Die Basis der Wechselkurssicherung bei Erco wie bei vielen deutschen Mittelständlern ist das Devisentermingeschäft. Dabei erwirbt die Firma bei ihrer Bank das Recht, an einem bestimmten Tag in der Zukunft zu einem heute festgelegten Wechselkurs Devisen zu kaufen oder zu verkaufen. Inzwischen haben sich die Banken verstärkt auf die Bedürfnisse selbst kleinerer Mittelständler eingestellt und bieten Termingeschäfte schon für Beträge ab etwa 10.000 Euro an.

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