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Merken   Drucken   21.11.2008, 10:00 Schriftgröße: AAA

Entsendemanagement: Wie Firmen Auslandsaufenthalte besser vorbereiten  

Wer Mitarbeiter in andere Länder schicken will, muss sich lange vorher Gedanken über den Einsatz machen. Die Zielsetzung von Auslandsaufenthalten hat sich deutlich verändert, zeigt eine Studie. Und es gibt viele Möglichkeiten, diese Prozesse zu optimieren. von Sabine Meinert
Jedes dritte Untenehmen schätzt das eigene Entsendemanagement als nicht effizient genug ein. Oft gibt es Probleme, die Unternehmenskultur und moralische Ansprüche im Ausland durchzusetzen, außerdem fehlt den entsandten Mitarbeitern interkulturelles Training. Die größte Schwierigkeit ist jedoch, die Rückkehrer weiter im Unternehmen zu halten. Das ist das Fazit der Deloitte-Studie "Smart Moves - Entsendemanagement im Wandel", die eine erhebliche Optimierung der Vorgänge anmahnt.
"Heutzutage werden Mitarbeiter vor allem dann ins Ausland geschickt, wenn Projekte oder generell das internationale Geschäft dies erfordern", so Udo Bohdal von Deloitte. Gleichzeitig sei der Wissenstransfer ein wichtiger Grund, Mitarbeiter zu entsenden. Bohdal sieht jedoch zunehmend Bedeutung auch in der Mitarbeiterentwicklung. "Die an internationale Standorte entsandten Beschäftigten sollen einerseits wertvolle Erfahrungen sammeln, andererseits versuchen Unternehmen so, ihre Talente an sich zu binden. Doch macht der Mitarbeiter damit schlechte Erfahrungen, tritt der gegenteilige Effekt ein", warnt der Fachmann.
Langsam, schwerfällig, teuer
Bisher sehen die von dem Beratungsunternehmen befragten Firmen jede Menge administrativen Aufwand vor einem Auslandsaufenthalt von Mitarbeitern. Das Entsendemanagement sei zu teuer, zu langsam, zu schwerfällig, so die häufigsten Kritikpunkte. 88 Prozent der Unternehmen verfügen zwar über weltweit geltende Richtlinien, bei 67 Prozent kommt es jedoch häufig zu Einzelfallentscheidungen. Dies könne aufgrund der Situationsvielfalt zwar nötig sein, doch setzen die meisten Unternehmen für die Zukunft auf zielgruppenspezifische Richtlinien. Insgesamt müsse das Entsendemanagement deutlich flexibler werden, so der Tenor.

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